#67 Entscheidungen treffen: wie rational entscheiden wir wirklich?

Shownotes

Wir treffen jeden Tag unzählige Entscheidungen. Manche ganz nebenbei, andere beschäftigen uns über Tage oder Wochen. Aber wie treffen wir diese Entscheidungen eigentlich? Und wie rational sind wir dabei wirklich? In dieser Folge schauen wir uns an, was die Psychologie über unsere Entscheidungsprozesse weiß. Wir sprechen über intuitives und analytisches Denken, typische Denkfehler und darüber, welchen Einfluss unsere Erfahrungen und Emotionen auf unsere Entscheidungen haben.

Wir nutzen das Beispiel des Pferdekaufs um zu zeigen wie sehr uns vermeintlich nebensächliche Dinge beeinflussen können, von Rasseklischees über Preisvorstellungen bis hin zur Stimmung beim Probereiten. Außerdem geht es um emotionales Marketing, die Frage, warum wir unsere Entscheidungen im Nachhinein gerne rechtfertigen, und darum, wie wir bewusster entscheiden können. Natürlich geben wir einige praktische Tipps, wenn dir Entscheidungen schwerfallen, und sprechen darüber, warum es manchmal hilft, große Entscheidungen in kleinere Schritte aufzuteilen.

Erwähnte Folgen → Jubiläumsfolge: Wir feiern 3 Jahre Psycholo-Hü → 41 Intuition vs. Plan – Vertraust du auf dein Bauchgefühl?

Erwähnte Bücher → 25 letzte Sommer – Stephan Schäfer* → Thinking, Fast and Slow – Daniel Kahneman (Originalausgabe) → Schnelles Denken, langsames Denken – Daniel Kahneman (deutsche Ausgabe)

Quellen Gigerenzer, G.; Gaissmaier, W. (2011). Heuristic decision making. The Annual Review of Psychology. 62. 451 - 482. DOI: 10.1146/annurev-psych-120709-145346

Grayot, J. D. (2020). Dual Process Theories in Behavioral Economics and Neuroeconomics: a Critical Review. Review of Philosophy and Psychology. 11. 105 - 136.

Hicks, E. P.; Kluemper, G. T. (2011). Heuristic reasoning and cognitive biases: Are they hindrance to judgments and decision making in orthodontics? American Journal of Orthodontics and Dentofacial Orthopedics. 139(3). 297 - 304. DOI: 10.1016/j.ajodo.2010.05.018

Lerner, J. S.; Li, Y.; Valdesolo, P.; Kassam, K. S. (2014). Emotion and decision making. The Annual Review of Psychology. 799 - 823. DOI: 10.1146/annurev-psych-010213-115043

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Transkript anzeigen

00:00:05: Psycholohü, der Podcast über Pferde und Psychologie.

00:00:08: Wir sind Carina Warnstädt, Psychologin und Begleitung für Menschen

00:00:11: mit chronisch kranken Pferden, und Lea Schneider, virtuelle Assistenz für

00:00:14: Selbstständige in der Pferdebranche und Pferdeverhaltenstrainerin.

00:00:18: Wir nehmen dich mit in unsere Gedanken zu verschiedenen Themen aus dem

00:00:21: Bereich Pferd-Mensch-Beziehung und in spannende Interviews zu den

00:00:24: Themen Pferde und Psychologie.

00:00:30: Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Folge von Psycholohü

00:00:34: mit unserer ersten richtigen Folge seit der Sommerpause, sage ich mal.

00:00:39: Ich hoffe, ihr habt die letzte Folge, unser kleines Geburtstagsspecial,

00:00:42: schon gehört.

00:00:43: Sonst ist das hier die Erinnerung daran, da doch einmal reinzuhören,

00:00:46: denn das war eine ganz besondere Folge für uns, für euch, für alle,

00:00:52: denn ihr werdet dort alle oder auch fast alle unsere Gäste noch mal hören können.

00:00:57: Dementsprechend hört da gerne auch noch mal rein.

00:01:00: Und jetzt geht es heute wieder los mit einem sehr psychologischen Thema.

00:01:04: Heute mehr Psycholo, weniger Hü, glaube ich.

00:01:07: Ich glaube auch. Carina, du hast uns das Thema mitgebracht.

00:01:11: Was erwartet uns heute?

00:01:14: Genau, heute erwartet uns das Thema Entscheidungen treffen.

00:01:18: Ich glaube, man hat vielleicht schon mal gehört, dass Menschen täglich 35.000

00:01:23: Entscheidungen treffen sollen.

00:01:25: Ob das stimmt oder nicht, da gehen wir gleich noch mal drauf ein.

00:01:27: Aber auf jeden Fall ist es eine riesige Zahl an Entscheidungen,

00:01:31: die wir täglich treffen.

00:01:32: Es kommt ja ein bisschen drauf an, wo man jetzt schon eine

00:01:35: Entscheidung definiert.

00:01:36: Also fängt die Entscheidung schon damit an, wie ich diesen Satz hier formuliere,

00:01:41: oder ist die Entscheidung nur jetzt etwas Größeres, ob ich überhaupt diesen Podcast

00:01:46: hier aufnehme oder etwas anderes mache?

00:01:48: Also ist ja eine Frage der Definition.

00:01:51: Aber klar ist, wir alle treffen jeden Tag sehr, sehr viele Entscheidungen,

00:01:56: und das sind nicht immer große Entscheidungen, aber

00:01:59: manchmal Entscheidungen, die ja auch unser Pferd beeinflussen.

00:02:02: Und deswegen habe ich mir gedacht, wäre es doch mal ganz schön,

00:02:04: sich anzuschauen, wie treffen wir Menschen eigentlich Entscheidungen.

00:02:09: Und wenn wir das wissen, natürlich vielleicht auch daraus zu

00:02:12: nehmen, worauf kann ich achten,

00:02:14: wenn ich in Zukunft Entscheidungen treffe, wo ich vielleicht unbewusst durch

00:02:19: verschiedene Dinge beeinflusst werde.

00:02:23: Dann nimm uns doch gleich mal mit.

00:02:24: Du hast dir, glaube ich, auch wieder ein bisschen die, ich sag mal,

00:02:27: wissenschaftliche Lage dazu angeguckt.

00:02:31: Wo fangen wir an?

00:02:33: Wir fangen noch mal ganz kurz bei den 35.000 Entscheidungen pro Tag an,

00:02:38: weil ich das einfach ganz spannend fand.

00:02:39: Ich habe nämlich versucht herauszufinden, ob es wirklich eine Kennzahl gibt,

00:02:43: wie viele Entscheidungen wir treffen.

00:02:45: Weil es sind verdammt viele.

00:02:48: Und ich habe gelesen, ich weiß aber nicht, ob das stimmt.

00:02:51: Ich habe leider keine richtig gute Quelle dazu gefunden, dass diese 35.000 als Zahl

00:02:57: tatsächlich nicht aus der Wissenschaft kommen, sondern aus einer Werbung von

00:03:02: Microsoft, die ein Projekt zum besseren Management von

00:03:07: To-do-Listen oder To-dos generell wohl bewerben wollten.

00:03:11: Das fand ich So einfach am Rande erwähnt, mal ganz spannend.

00:03:16: Aber gut, wenn wir jetzt davon ausgehen, Entscheidungen, dann müssen wir sagen,

00:03:23: letztendlich ist es ja unser Denken, was da eine Rolle spielt.

00:03:26: Also klar, Entscheidung, eine Frage: Was mache ich jetzt?

00:03:31: Wie denken wir?

00:03:33: Und es gibt da diesen Begriff Dual Process Theory,

00:03:37: vielleicht schon mal sogar gehört, als duale Prozesstheorie, wäre das auf

00:03:42: Deutsch ein bisschen einfacher vielleicht.

00:03:45: Letztendlich ist das die Idee, dass wir zwei Arten haben zu denken.

00:03:51: Man kann das so runterbrechen auf das schnelle und das langsame Denken.

00:03:55: Oder wenn wir es ein bisschen korrekter, wissenschaftlicher ausdrücken

00:03:59: wollen, ist es das intuitive gegen das analytische Denken.

00:04:03: Also einmal intuitiv, das sagt eigentlich das Wort schon,

00:04:07: das passiert schnell, eher so aufgrund von einem Bauchgefühl.

00:04:11: Das ist mühelos.

00:04:12: Wir denken nicht weiter darüber nach und es ist vor allen Dingen

00:04:15: geprägt durch Erfahrungen.

00:04:18: Das analytische Denken, das wäre dann das, was eben systematisch

00:04:21: vorgeht, was Vergleiche anstellt, auch Argumente prüft und im Hintergrund

00:04:26: aber auch das, was intuitiv passiert ist, auch nachher noch mal überprüft

00:04:30: und fragt, ob das richtig ist.

00:04:32: Das ist zumindest erst mal die Idee dieser dualen Prozesstheorie.

00:04:37: Und ich glaube, das können wir versuchen, mal auf unseren Alltag anzuwenden.

00:04:44: Das Thema hatten wir auch schon so ein bisschen in unserer Folge zur Intuition,

00:04:47: dass also woraus entsteht überhaupt Intuition, intuitives Denken?

00:04:52: Auch das entsteht ja aus unseren Erfahrungen.

00:04:55: Aber ich glaube, allein dieses Thema ist ein riesiges Rabbit Hole.

00:04:59: Also es gibt ja auch das glaube ich, recht bekannte Buch von Daniel Kahneman

00:05:03: dazu, Thinking, Fast and Slow.

00:05:06: Also wer da richtig tief einsteigen möchte, das können wir auch gerne

00:05:09: mal verlinken noch in den Shownotes.

00:05:13: Aber ja, was kannst du uns noch mehr dazu sagen?

00:05:17: Was hast du gefunden, gerade was das Thema Entscheidungen angeht?

00:05:22: Naja, tatsächlich, dass das eben, wie du schon sagst, ein sehr komplexes Thema ist.

00:05:26: Und dass, wie so oft in der Wissenschaft, diese zwei Wege zwar eine schöne

00:05:32: Vorstellung sind und sicherlich auch nicht vollkommen falsch,

00:05:37: aber dass es so einfach natürlich nicht ist, dass wir nur den einen oder den

00:05:41: anderen Weg gehen können, sondern letztendlich

00:05:44: arbeiten dieses langsame und das schnelle Denken vermutlich eher zusammen

00:05:49: und beeinflussen sich vielleicht auch gegenseitig.

00:05:53: Und Entscheidungen sind eben, selbst wenn wir von diesem analytischen

00:05:58: Denken her ausgehen, nicht zwangsläufig immer so logisch,

00:06:05: wie wir uns das oftmals selber auch einreden wollen.

00:06:08: Also viele von uns halten sich ja für sehr logische Denker,

00:06:13: und das ist auch erstmal nichts Schlechtes oder nichts Falsches, aber wir Menschen

00:06:20: neigen leider alle dazu, manchen Fehlern ein Stück weit zu unterliegen.

00:06:26: Und diese Fehler können durch Emotionen hervorgerufen werden, aber auch

00:06:31: durch so klassische Heuristiken.

00:06:33: Also wir entscheiden eben spontan, oftmals auf Basis von diesen Heuristiken.

00:06:41: Das sind also Entscheidungsregeln letztendlich, die uns helfen,

00:06:45: Zeit und Energie zu sparen.

00:06:46: Und die fühlen sich oftmals sehr, sehr richtig an.

00:06:49: Sind es aber nicht zwangsläufig.

00:06:51: Und ich glaube, das macht Sinn, sich das bewusst zu machen,

00:06:54: wo so Fehlerquellen liegen.

00:06:58: Ja, das war tatsächlich ein Punkt, den ich gleich auch noch anmerken wollte.

00:07:01: Ich habe das nämlich auch mal gehört, dass wir uns zwar einreden,

00:07:04: wir entscheiden ja rational, aber im Endeffekt sind Entscheidungen

00:07:08: ein sehr emotionales Thema.

00:07:12: Wir sind jetzt gerade in einem sehr, sehr abstrakten Bereich, glaube ich.

00:07:15: Ich glaube, es ist schwierig, das hier zu folgen und das nachzuvollziehen.

00:07:20: Haben wir ein konkretes Beispiel vielleicht,

00:07:24: woran es ein bisschen greifbarer wird?

00:07:27: Ja, wir können es vielleicht tatsächlich mal versuchen, praktisch zu machen.

00:07:33: Nehmen wir als Beispiel vielleicht einfach mal den Pferdekauf.

00:07:38: Das macht es, glaube ich, deutlich, weil wir hier es mit vielen

00:07:41: Entscheidungen zu tun haben.

00:07:44: Die große Entscheidung ist: Kaufe ich das Pferd?

00:07:47: Ja oder nein? Kaufe ich ein Pferd?

00:07:48: Ja oder nein?

00:07:50: Dazwischen gibt es ja aber auch noch andere Entscheidungen.

00:07:52: Die Entscheidung: Wie alt soll mein Pferd sein?

00:07:54: Wie groß soll mein Pferd sein?

00:07:56: Wie ausgebildet soll mein Pferd sein?

00:07:59: Wie viel kann ich für mein Pferd bezahlen oder möchte ich dafür bezahlen?

00:08:03: Welche Rasse, welchen Typ Pferd möchte ich haben?

00:08:05: Das sind sehr viele Fragen, sehr viele Entscheidungen.

00:08:07: Und ich glaube, daran kann man gut erkennen, wo so Tücken

00:08:13: in der Entscheidungsfindung sind.

00:08:16: Ja, finde ich vor allen Dingen ein gutes Beispiel, weil ich glaube, es sehr, sehr,

00:08:19: sehr viele Menschen gibt, die ein Pferd gekauft haben,

00:08:22: kaufen wollten und dann im Nachhinein ein ganz,

00:08:25: ganz anderes Pferd bei sich stehen haben als das, was sie sich

00:08:28: vorher ausgemalt haben.

00:08:30: Ja, auf jeden Fall.

00:08:32: Also ich nehme mich da ja selber gar nicht aus.

00:08:34: Meine Pferde waren auch Ja, na ja, teilweise nicht das,

00:08:38: was ich ursprünglich haben wollte.

00:08:40: Und da will ich jetzt auch gar nicht drauf eingehen, ob das gut oder schlecht ist.

00:08:43: Aber ich glaube, da macht es eben Sinn, sich genau das anzuschauen wegen dieser

00:08:48: Frage: Sind wir denn wirklich solche logischen Denker, wie wir vermuten?

00:08:53: Und vielleicht können wir direkt an dem Beispiel mal so die

00:08:56: Heuristiken klarmachen.

00:08:57: So diese, ich sage mal, typischen Heuristiken.

00:08:59: Es gibt natürlich relativ viele.

00:09:01: Es gibt halt auch noch den Bestätigungsfehler.

00:09:03: Das fällt auch so ein bisschen da rein.

00:09:05: Aber Ich würde gerne mal 3 typische Heuristiken darstellen und ich glaube,

00:09:09: das funktioniert da in diesem Kontext gut.

00:09:13: Also die erste ist die Verfügbarkeitsheuristik.

00:09:16: Vielleicht schon mal gehört.

00:09:19: Die basiert letztendlich darauf, wie leicht uns Beispiele einfallen.

00:09:26: Um wieder bei dem Pferdekauf-Kontext zu bleiben: Wenn ich mich jetzt entscheide,

00:09:32: eine bestimmte Pferderasse zu kaufen, dann könnte ich jetzt zum Beispiel sagen,

00:09:38: ich bin in einem Stall, da bin ich im Stall immer geritten,

00:09:41: wo es viele Isländer gab.

00:09:44: Dann ist es für mich zum Beispiel erst mal naheliegend,

00:09:47: vielleicht einen Isländer zu kaufen.

00:09:49: Oder Umkehrschluss natürlich auch umgedreht: Ich hatte nie mit Isländern zu

00:09:53: tun, ist erst mal naheliegend, keinen Isländer zu kaufen.

00:09:56: Macht das erstmal Sinn?

00:10:00: Ja, auf der einen Seite ja, und auf der anderen Seite kann ich mir

00:10:03: vorstellen, dass es auch Menschen gibt, die dann genau in das krasse Gegenteil

00:10:06: rutschen, die sagen, auf gar keinen Fall möchte ich einen Isländer haben.

00:10:09: Klar, klar, kann ja auch so rum funktionieren.

00:10:13: Letztendlich geht es nur darum, wenn ich etwas kenne und Beispiele habe,

00:10:18: ist es für mich einfacher, das anzunehmen. Wenn ich—

00:10:21: klar, du hast ja eine ganz andere Grundlage, auf der du dir eine Meinung

00:10:24: bilden kannst oder eine Einstellung dazu.

00:10:26: Jetzt gerade beim Thema Isländer, mag ich mag ich nicht, kann ich vielleicht da

00:10:30: beantworten, wenn ich mal mit Isländern zu tun hatte.

00:10:33: Richtig.

00:10:33: Und ich habe ja dann auch eine Vorstellung davon, was das bedeutet, sozusagen.

00:10:37: Das heißt, wenn ich dich jetzt, Lea, die wenig mit Isländern zu tun hatte

00:10:41: bisher, wenn ich dich jetzt spontan fragen würde, was für eine Rasse

00:10:44: würdest du dir denn gerne kaufen?

00:10:46: Ich würde vermuten, Isländer wären jetzt nicht unbedingt oben auf der Liste.

00:10:50: Nee, das stimmt tatsächlich.

00:10:52: Also ich hatte zwar immer mal auch mit Isländern zu tun, aber ich war jetzt nie

00:10:55: tief in der Rasse drin, sage ich mal, oder in der Isländerszene.

00:10:59: Ja, sondern du würdest was vielleicht spontan sagen?

00:11:06: Oh, das ist eine gute Frage.

00:11:07: Ich glaube, das wäre bei mir gar nicht so rassemäßig.

00:11:09: Ich würde eher auf eine Charakterbeschreibung,

00:11:11: glaube ich, gehen, tatsächlich.

00:11:13: Daraus würden sich dann vielleicht gewisse Rassen ergeben, aber die hätte ich

00:11:18: jetzt gar nicht die spontane Antwort zu.

00:11:20: Okay.

00:11:20: Wobei, ich muss gerade noch mal zurückrudern, als Kind mochte ich

00:11:25: immer Tinker sehr gerne und Araber.

00:11:28: Was sind die beiden Pferde, die ich jetzt als Reitbeteiligung habe?

00:11:33: Es war beide Male mehr Zufall, dass das so gekommen ist.

00:11:37: Aber das war tatsächlich so als Kind meine beiden Lieblingsrassen.

00:11:41: Und jetzt stehen sie da. Witzig.

00:11:44: Ja, guck, also ob das jetzt daherkommt oder nicht, sei mal dahingestellt.

00:11:48: Aber da haben wir dann doch irgendwo zumindest was, was leichter verfügbar ist,

00:11:52: schneller für uns irgendwie.

00:11:56: Gedanklich erreichbar ist, sozusagen.

00:11:57: Aber zumindest in die Richtung geht es, wenn ich mir diese Frage stelle,

00:12:00: was möchte ich denn?

00:12:02: Das muss ja jetzt auch nicht die Rasse sein.

00:12:03: Das kann ja auch irgendwie sein, welche Disziplin möchte ich mit dem Pferd reiten?

00:12:08: So, wenn ich in einem Stall bin, wo immer Dressur geritten wird,

00:12:11: ist es naheliegender, dass ich jetzt erst mal die Idee habe,

00:12:14: ich möchte mir ein Dressurpferd kaufen, als zu sagen, ich kaufe mir jetzt

00:12:16: ein Distanzpferd beispielsweise.

00:12:20: Das geht natürlich in allen möglichen Situationen, kann das passieren.

00:12:25: Am Ende geht es darum, Verfügbarkeitsheuristik bedeutet das,

00:12:29: wofür ich viele Beispiele habe oder ein Beispiel, was sehr prägnant ist.

00:12:33: Es muss nicht mal unbedingt sein, dass es viele sind,

00:12:35: sondern kann auch etwas sein, was mich sehr geprägt hat oder erst vor kurzem war.

00:12:39: Das ist für mich präsenter.

00:12:41: So, dann haben wir noch die Ankerheuristik.

00:12:44: Das ist etwas, was eigentlich nur im Kontext— kenne ich es zumindest

00:12:48: nur— von Zahlen funktioniert.

00:12:51: Das heißt, es gibt einen Zahlenwert, der in irgendeiner Form angegeben wird,

00:12:56: und alle späteren Schätzungen werden sich in irgendeiner Form auf diesen

00:13:01: Wert beziehen, selbst wenn das in dem Moment gar nicht logisch ist.

00:13:06: Beispiel wieder: Pferdekauf.

00:13:09: Wir zwei unterhalten uns darüber, über Pferdekauf, und ich würde jetzt— das

00:13:12: ist jetzt einfach eine Zahl völlig ins Blaue hinein— ich würde jetzt sagen: Ach,

00:13:16: Lea, wenn du dir ein Pferd kaufen möchtest, ich würde dir vorschlagen,

00:13:19: ja, so 10.000€ müsstest du anlegen.

00:13:22: So, wenn du jetzt vorher eine ganz andere Zahl

00:13:25: im Kopf gehabt hättest, würdest du jetzt vermutlich

00:13:28: anfangen hochzukorrigieren.

00:13:30: Wenn du gar keine Zahl im Kopf gehabt hättest und du dann im Anschluss mit

00:13:35: jemand anderem zum Beispiel ein Gespräch führen würdest, ne,

00:13:37: wie viel würdest du denn jetzt schätzen, musst du für so ein Pferd ausgeben,

00:13:41: wirst du vermutlich unbewusst immer in Richtung der 10.000 tendieren,

00:13:45: die ich dir sozusagen vorgegeben habe.

00:13:47: Das ist natürlich besonders dann auch noch mal interessant, wenn man wirklich

00:13:51: vielleicht sogar zu einem Pferdehändler geht, wo es dann

00:13:54: wirklich ums Handeln geht.

00:13:56: Da kann man sich nämlich diese Ankerheuristik auch zunutze machen.

00:13:59: Das ist ein kurzer Exkurs sozusagen.

00:14:01: Das heißt, wenn man selber einen ersten Zahlenwert vorgibt,

00:14:05: ist das immer die bessere Position in der Verhandlung, weil man eben,

00:14:09: also der andere sich durch diese Ankerheuristik daran

00:14:12: orientieren wird, unbewusst.

00:14:14: Aber auch damit haben wir es eben gerade im Zahlenkontext häufig zu tun.

00:14:17: Das muss ja jetzt auch nicht nur der Preis sein, das kann auch das Alter sein.

00:14:22: Ich erinnere mich zum Beispiel, als ich mein erstes Pferd gekauft habe,

00:14:25: hat mir damals jemand, eine Person, der ich auch wirklich

00:14:29: vertraut habe, gesagt, ich sollte mir lieber ein junges

00:14:32: Pferd kaufen, so irgendwie 6 bis 8 oder so, glaube ich.

00:14:36: Und Elaine war zu dem Zeitpunkt 12 oder 13, ich glaube 13 und ich hatte im Kopf,

00:14:43: oh, aber das ist ja jetzt viel zu alt.

00:14:46: Also auch da irgendwo diese, diese Beeinflussung sozusagen.

00:14:50: Ja, oder geht ja auch weiter bei der Größe.

00:14:53: Da kann man sich immer noch an der eigenen Körpergröße irgendwie festmachen.

00:14:57: Ja klar, da hast du ja auch schon wieder deinen Ankerpunkt.

00:15:00: Aber ja, genau, das ist glaube ich sehr, sehr logisch, sehr einleuchtend.

00:15:05: Ja, ja, sehr gut.

00:15:06: Okay, und dann haben wir noch die Repräsentativitätsheuristik.

00:15:10: Bisschen sperriger Begriff.

00:15:14: Dabei werden aber letztendlich Wahrscheinlichkeiten einfach anhand von

00:15:18: typischen Beispielen einer Kategorie eingeschätzt.

00:15:21: Also nicht wie bei der Verfügbarkeitsheuristik das,

00:15:24: was für mich jetzt irgendwie gerade persönlich naheliegend ist,

00:15:28: weil ich da Beispiele für habe, sondern eher: Was ist ein Klischeevorurteil?

00:15:34: Ja, was ist typisch für eine Kategorie?

00:15:37: Wenn wir da wieder beim Thema Rassen wären,

00:15:40: würde ich jetzt also beispielsweise sagen, ich persönlich mag lieber ruhigere Pferde.

00:15:46: Ich würde mir also kein Vollblut kaufen, weil das ist halt immer feurig.

00:15:50: So, das wäre so eine typische Repräsentativitätsheuristik,

00:15:54: ohne jetzt das individuelle Pferd zu betrachten,

00:15:58: einfach diese Annahme zu treffen.

00:16:02: Das ist ja das mit das Greifbarste auf die Pferdewelt bezogen, glaube ich, weil

00:16:07: Rassenklischees sind, glaube ich, in allen Köpfen.

00:16:11: Die mögen in manchen Fällen ja auch sehr berechtigt sein, aber in

00:16:13: anderen halt so gar nicht.

00:16:14: Also ich glaube, das ist auch gerade im Kontext der Pferdewelt sehr,

00:16:19: sehr gut nachzuvollziehen.

00:16:21: Ja, das glaube ich auch.

00:16:23: Ich glaube aber auch, dass wir sie uns oftmals nicht genug

00:16:26: bewusst machen, wo wir diese Klischees haben.

00:16:30: Genau, das waren jetzt eigentlich schon die 3 Heuristiken, die ich nennen wollte.

00:16:33: Und der 4.

00:16:33: Punkt, den ich ganz wichtig finde, ist der Bereich Emotion.

00:16:37: Und auch da ist natürlich der Pferdekauf ein total relevantes Beispiel.

00:16:43: Also grundsätzlich beeinflussen Emotionen unsere Entscheidungen.

00:16:49: Das heißt, beim Pferdekauf beispielsweise, wenn ich ein schlechtes Erlebnis mit dem

00:16:55: Pferd mache und Angst bekomme beim Probereiten,

00:17:00: wird das natürlich zwangsläufig meine Wahrnehmung verstärken,

00:17:04: dass es gefährlich ist, dass es Risiken vielleicht auch allgemein

00:17:08: im Kontext von diesem Kauf gibt.

00:17:10: Umgekehrt, wenn ich insgesamt in einer sehr positiven Stimmung

00:17:14: bin, wird sich das im Zweifelsfall auf meine Entscheidung auswirken.

00:17:18: Das kann also auch bedeuten, ach, es ist ein herrlicher Sommertag,

00:17:22: es geht mir total gut, es ist eine schöne Gegend,

00:17:25: ich gehe ganz entspannt mit dem Pferd irgendwie auf dem Platz reiten und dann

00:17:28: dreht man noch eine Runde, geht ausreiten.

00:17:31: Es ist einfach nur wunderschön und Der Verkäufer bietet mir dann noch ein Eis

00:17:35: an und wir unterhalten uns total gut und merken, wir haben auch noch die gleichen

00:17:38: Interessen und alles fühlt sich so super gut an.

00:17:41: Und dann färbt das irgendwo eben auch auf dieses eigentlich analytisch-rationale

00:17:46: Denken ab, was ich ja vielleicht auf das Pferd hin habe.

00:17:49: Und dann fange ich womöglich auch an, Dinge oder Gedanken kleinzureden,

00:17:55: wo ich vielleicht noch skeptisch war.

00:17:57: Also da kann auch so eine positive Stimmung sich durchaus auf

00:18:02: unser Denken auswirken.

00:18:05: Ja, und gerade aber bei so einem emotionalen Thema wie,

00:18:08: ich möchte ein Pferd haben, das mich lange begleitet,

00:18:12: ist dann auch die Frage, wo ist das vielleicht auch einfach gut,

00:18:15: dass das so ist, dass das Pferd oder die Situation, mit der ich mich wohlfühle,

00:18:20: dann auch das ist, was bei mir einzieht?

00:18:22: Oder werde ich da blind vor möglichen Risiken, weil ich irgendwie übersehe,

00:18:28: dass das Pferd total lahm ist oder so, um es jetzt ganz krass zu sagen.

00:18:32: Das ist aber, glaube ich, auch der Punkt.

00:18:34: Also wenn ich die Emotion aufgrund des Pferdes habe, und ich meine damit jetzt

00:18:38: wirklich, ich fühle mich da irgendwie total sicher auf dem Pferd und wohl,

00:18:41: dann finde ich das total in Ordnung.

00:18:43: Aber wenn es aufgrund der Situation ist, ich fühle mich einfach mit dem Verkäufer,

00:18:48: der Verkäuferin irgendwie gerade sehr wohl, ist auf einer Ebene, oder Ich habe

00:18:53: irgendwo jetzt wieder Verfügbarkeitshäuristik.

00:18:57: Ich habe quasi das Pferd gesehen und das erinnert mich— Haflinger,

00:19:00: ich habe meine Ramina gekauft— erinnert mich total an meinen, an den Film,

00:19:05: den ich in der Kindheit total gerne geschaut habe, Hände weg von Mississippi.

00:19:08: Und jetzt habe ich immer diese Assoziation mit diesem Pferd, weil das sieht genau

00:19:11: aus wie dieses Pferd aus dem Film.

00:19:13: Und das war ja so ein toller Film und das hat mir ja so gut getan,

00:19:16: diesen Film zu gucken.

00:19:18: Und zack, schon habe ich diese positiven Emotionen.

00:19:20: Die ja vielleicht sich dann auch auswirken können.

00:19:23: Also ich will damit sagen, wenn es sich aufs Pferd bezieht, super.

00:19:27: Ansonsten würde ich es eher kritisch sehen.

00:19:32: Ja, es hat beide Seiten, Für und Wider, ne?

00:19:35: Ja, wie so oft.

00:19:37: Genau.

00:19:38: Und wir dürfen einfach auch nicht vergessen, dass Emotionen in dem Fall

00:19:44: nicht unbedingt nur gerade wirklich in dem Moment präsent sein

00:19:49: müssen, sondern auch Gefühle, die ich antizipiere,

00:19:52: die ich erwarte zu haben in Zukunft, können sich auf meine Entscheidungen und

00:19:57: auf meine Gedanken sozusagen auswirken.

00:19:59: Das heißt, wenn ich auch da jetzt wieder Pferdekauf-Beispiel:

00:20:04: Ich kaufe mir jetzt ein Springpferd und ich habe gesehen, hey,

00:20:08: das Springpferd, das läuft unter dem Vorbesitzer oder unter dem Bereiter,

00:20:13: läuft so gut, das kann, kann M-Springen gehen, was ich

00:20:17: vielleicht selber noch gar nicht kann.

00:20:19: Und guck mal, wie toll, das hat so ein Temperament,

00:20:22: das schafft das alles, das wird richtig schnell reagieren können,

00:20:25: das wird richtig gut das mit mir auch in einer tollen Zeit schaffen.

00:20:28: Ich habe jetzt also diese Erwartungshaltung, was ja auch

00:20:32: schon wieder Gefühle verursacht.

00:20:33: Wenn ich mir jetzt vorstelle, ich kann mit dem Pferd irgendwie Turniere

00:20:36: gewinnen, dann macht das für mich natürlich ein gutes Gefühl.

00:20:39: In dem Moment vergesse ich vielleicht, kann ich das denn auch so reiten oder

00:20:44: kann das nur der Bereiter, die Bereiterin?

00:20:47: Also das heißt Gefühle auch noch mal, wenn sie jetzt gar nicht gerade in dem

00:20:51: Moment präsent sind, sondern auch das, was ich erwarte.

00:20:55: Da sind wir jetzt vor allen Dingen auch unabhängig vom Pferd total im

00:20:58: Bereich Marketing eigentlich gelandet, weil im Market, also am Ende des Tages

00:21:03: wird uns ja nie auch das Produkt oder wie auch immer verkauft, sondern das Gefühl,

00:21:07: das wir damit verknüpfen.

00:21:08: Ich meine, das, das Klassikerbeispiel ist, was glaube ich seit Jahren dadurch die

00:21:12: Runde geht, ist Apple, die jedes Jahr das neue iPhone releasen,

00:21:16: und jedes Jahr pilgern die Leute dahin, obwohl sie nagelneue davor auch hatten,

00:21:20: wo der Unterschied vielleicht nur geringfügig ist.

00:21:22: Und trotzdem brauchen sie dieses Gefühl, ich habe jetzt dieses eine neue iPhone.

00:21:28: Also ja, das ist auch sowohl in der Pferdewelt,

00:21:33: der Dienstleistungswelt als auch in der Produktwelt sind wir ja tatsächlich jetzt

00:21:36: gerade genau in dem Bereich gelandet, dass wir ein Gefühl kaufen wollen

00:21:41: und nicht das Produkt an sich.

00:21:43: Auch wenn wir uns das vielleicht rational einreden, dieses iPhone hat jetzt diese

00:21:47: und jene Kamera, die vielleicht da und da besonders toll ist,

00:21:50: was von einer Generation auf die nächste vielleicht gar nicht so

00:21:53: der krasse Unterschied ist.

00:21:54: Wenn wir natürlich jetzt ein paar überspringen, klar,

00:21:56: dann wird man da irgendwo auch wieder einen Unterschied merken.

00:21:58: Aber es lässt sich ja auch genauso argumentieren.

00:22:01: Es ist ja dann auch keine rationale Entscheidung mehr,

00:22:04: sich jedes Jahr das neue iPhone zu kaufen.

00:22:07: Das stimmt absolut.

00:22:08: Und ich glaube, dass das auch gerade im Pferdekontext im Marketing

00:22:14: ein sehr häufiges Thema ist.

00:22:15: Da wird auch oft schon ein bisschen Angstmarketing betrieben.

00:22:19: Also ich sag mal, gerade in dieser Gesundheits— im

00:22:22: Gesundheitsbereich ist es ja schon oft auch so,

00:22:26: wenn du nicht möchtest, dass dein Pferd das und das bekommt oder

00:22:29: das und das wieder bekommt, dann solltest du das und das tun.

00:22:33: Das ist ja eigentlich egal, wo wir da jetzt hingucken, ob wir da

00:22:36: uns jetzt Behandlungsmethoden, also Behandlungsmethoden, damit meine ich jetzt

00:22:40: nicht Tierarzt oder Physiotherapeut, sondern eher irgendwelche, weiß ich nicht,

00:22:48: Massagegeräte oder was auch immer.

00:22:49: Wenn wir uns so was anschauen, das können aber auch irgendwelche

00:22:52: Zusatzfuttermittel oder sonst was sein, da wird ja auch sehr viel mit

00:22:58: Angst gespielt, würde ich sagen.

00:23:01: Ja, und es hat ja auch seinen Grund, dass Gesundheitsversprechen und

00:23:04: so weiter nicht erlaubt sind.

00:23:06: Ja, ob sich daran gehalten wird an jeder Stelle, ist eine andere Frage.

00:23:12: Das stimmt. Genau das.

00:23:13: Ich glaube, das steht uns vielleicht auch nicht zu, das zu beurteilen.

00:23:16: Aber ja, wie du schon sagst, das ist genau der Punkt.

00:23:20: Mit so was sollte man vielleicht auch einfach aus solchen Gründen

00:23:23: schon kein Marketing betreiben.

00:23:24: Mal abgesehen davon, ob das jetzt seriös oder nicht seriös ist.

00:23:27: Aber wenn wir natürlich mit solchen großen

00:23:30: Emotionen spielen, ist es einfach kein seriöses Marketing in

00:23:36: dem Moment mehr, beziehungsweise wir können einfach dann

00:23:39: nicht mehr so rational darüber nachdenken, macht das wirklich gerade Sinn,

00:23:43: sondern es ist wirklich eher das Gefühl, ich brauche das jetzt, wie du es

00:23:46: auch schon so schön beschrieben hast.

00:23:48: Ja, das ist auf jeden Fall ein Impuls, den ich jetzt mitnehmen werde und den

00:23:51: hoffentlich auch alle mitnehmen, die zuhören.

00:23:53: Wenn ich das nächste Mal irgendwas kaufen möchte, dass ich mich vorher noch mal

00:23:56: hinterfrage, warum möchte ich das jetzt kaufen?

00:24:00: Ja, genau, nicht nur beim Pferdekauf.

00:24:05: Ja, richtig.

00:24:06: Also was ich dazu im Prinzip noch mal sagen

00:24:10: wollte, ist, dass sich Emotionen eben auf so viele Bereiche auswirken.

00:24:17: Auf— also ich habe mal nachgeschaut in den Quellen, und da steht eben einmal auf den

00:24:20: Inhalt der Gedanken, die Tiefe der Gedanken

00:24:23: und auch den Inhalt von impliziten Zielen.

00:24:26: Und das ist so ein bisschen das, was wir gerade auch besprochen haben.

00:24:30: Also Ziele können ja entweder explizit sein, also im Prinzip, ich weiß,

00:24:34: was ich möchte und deswegen mache ich das.

00:24:36: Sie können aber auch implizit sein.

00:24:38: Das ist eher so ein bisschen, ich sage mal, fast unterbewusst.

00:24:41: Also so ein Ziel, was ich vielleicht auch gar nicht benennen kann in dem Moment.

00:24:47: Und auch das kann sich eben durch die Emotionen beeinflussen lassen.

00:24:51: Wir haben jetzt natürlich irgendwie sehr viel Negatives gesagt.

00:24:56: Du hast eben schon mal gesagt, das kann ja auch positiv sein,

00:24:59: wenn ich mich auf dem Pferd sehr wohl fühle.

00:25:01: Und das stimmt ja auch.

00:25:03: Und es ist mir auch wichtig, das noch mal zu sagen.

00:25:06: Angst ist natürlich ein Thema, wo wir sagen müssen,

00:25:09: das wird sich wahrscheinlich immer eher negativ auswirken.

00:25:12: Aber selbst in dem Moment, wenn es sich auf uns negativ auswirkt,

00:25:16: kann das ja berechtigt sein, dass wir sagen,

00:25:20: Ja, unser Gehirn warnt uns da jetzt und will uns schützen.

00:25:23: Und vielleicht ist es auch einfach richtig, in dem Moment kein Pferd zu

00:25:26: kaufen, zum Beispiel, oder nicht so ein Pferd zu kaufen.

00:25:29: Also das heißt, Emotionen sind nicht

00:25:32: zwangsläufig etwas Schlechtes im Entscheidungsprozess.

00:25:35: Sie lassen sich auch extrem schlecht da raushalten aus der Entscheidung.

00:25:41: Aber es macht schon Sinn, manchmal zu hinterfragen,

00:25:44: genau das, was du gerade sagtest.

00:25:46: Brauche ich das jetzt wirklich oder wird mir das vielleicht sogar nur suggeriert?

00:25:51: Und mit welcher Emotion, mit welchem Gefühl gehe ich jetzt gerade

00:25:53: da rein und woher kommt das vor allen Dingen auch?

00:25:57: Vielleicht haben wir ja ein paar Tipps für alle, denen es eher schwerfällt,

00:26:02: Entscheidungen zu treffen. Ich habe da auch sehr lange zugehört.

00:26:06: Ich glaube, mittlerweile kann ich es ganz gut.

00:26:09: Aber auch ich kenne das, dass es schwer ist, Entscheidungen zu treffen.

00:26:13: Egal ob das jetzt große sind, manchmal sind es auch kleine.

00:26:15: Also ich kenne auch Leute, die konnten sich nicht entscheiden,

00:26:17: welches Essen möchten sie jetzt bestellen und haben ihre Entscheidungs-App gefragt,

00:26:21: wo sie einfach 3 Optionen angegeben haben und haben den Zufall entscheiden lassen.

00:26:25: Das kann natürlich bei so unwichtigen Dingen wie was genau esse ich jetzt,

00:26:29: wenn mir alles 3 davon schmeckt, auch egal sein tatsächlich.

00:26:32: Aber vielleicht hast du ja noch aus psychologischer

00:26:35: Perspektive ein paar Ideen.

00:26:38: Also den Zufall entscheiden lassen kann eine super Hilfe sein, wenn es eben

00:26:43: nichts so Relevantes sozusagen ist.

00:26:46: Ansonsten macht es tatsächlich Sinn, wenn wir Entscheidungen treffen wollen,

00:26:49: erst mal zu sagen, wir haben nicht mehr diese Riesenauswahl.

00:26:52: Also begrenzt euch in den Optionen.

00:26:57: Wenn ihr 10 Optionen habt, ist es deutlich schwieriger zu

00:27:01: entscheiden, als wenn ihr 2 oder 3 Optionen habt.

00:27:03: Das heißt, das macht Sinn, als Erstes mal das runterzureduzieren.

00:27:09: Dann ist auch diese Idee von, ich schlafe mal eine Nacht darüber,

00:27:13: wirklich gar nicht schlecht, wo wir gerade das Thema Emotionen hatten.

00:27:15: Also wirklich mal etwas Abstand dazu gewinnen, vielleicht nicht aus dem Bauch

00:27:20: heraus zu entscheiden, sondern wirklich sich dann noch mal die

00:27:24: Zeit zu lassen, sich zu fragen, hey, sehe ich das nach 24 Stunden eigentlich

00:27:29: immer noch so, oder ist es eher so eine Impulsentscheidung?

00:27:33: Und wenn ich dann immer noch nicht entscheiden kann, dann kann ich natürlich

00:27:37: auch verschiedene Techniken nutzen.

00:27:39: So der Klassiker ist die Pro-oder-Contra-Liste,

00:27:42: wo man halt wirklich einfach mal aufschreibt, welche Argumente

00:27:44: sprechen dafür, welche dagegen.

00:27:47: Oder was ich grundsätzlich in der Psychologie immer schön finde, ist,

00:27:51: wenn man so ein bisschen die Perspektive wechselt, also sich fragt, was würde ich

00:27:56: denn einem Freund in der Situation raten?

00:27:59: Also wenn das jetzt nicht ich wäre, die gerade diese Entscheidung treffen

00:28:02: muss, sondern wenn es Lea wäre, was würde ich denn Lea raten?

00:28:07: Das ist eigentlich immer ganz gut, um zu sehen, wo wir uns vielleicht

00:28:09: auch selber manchmal im Weg stehen.

00:28:13: Ja, da habe ich tatsächlich direkt noch eine Frage an dich.

00:28:16: Es gibt ja, also weil wir gerade beim Zufall waren, es gibt ja auch manchmal den

00:28:20: Tipp, wirf eine Münze und wenn du enttäuscht

00:28:23: bist, dann weißt du, was deine Entscheidung war.

00:28:26: Wie stehst du dazu?

00:28:28: Finde ich super, finde ich total gut tatsächlich.

00:28:30: Das stimmt ganz oft.

00:28:32: Also genauso funktioniert ja unser Unterbewusstsein irgendwo.

00:28:37: Also wenn man es wirklich nicht benennen kann im Vorfeld,

00:28:42: dann kann das sehr gut funktionieren zu sagen— das funktioniert natürlich nur,

00:28:45: wenn wir zwei Entscheidungen haben in dem Moment, also zwei Optionen haben— aber ja,

00:28:49: Münze werfen oder Zufallsgenerator.

00:28:51: Und wenn ich merke, verdammt, das war eigentlich nicht das,

00:28:54: was ich mir gewünscht hätte, dann war es vermutlich das andere, was die

00:28:59: Entscheidung war, die ich zumindest in dem Moment besser gefunden hätte.

00:29:02: Das macht Sinn für Entscheidungen, die emotionaler Natur sind.

00:29:06: Also ja, Essen, was du eben beschrieben hast,

00:29:11: oder will ich jetzt ins Kino gehen, ja oder nein?

00:29:13: So was, wo es wirklich jetzt erst mal nur rein um

00:29:16: das Emotionale geht und wo jetzt vielleicht kein riesen finanzieller

00:29:20: Hintergrund noch mal da dranhängt.

00:29:22: Aber für sowas finde ich das sehr gut.

00:29:24: Und so funktioniert zum Beispiel auch, fällt mir gerade dazu ein,

00:29:28: so ein Trick mit Tarotkarten.

00:29:31: Also wenn ich darüber nachdenken möchte, wie soll denn meine Zukunft aussehen,

00:29:36: wie sollen denn meine Ziele aussehen.

00:29:39: Ich persönlich glaube nicht an die Funktion von Tarotkarten im klassischen

00:29:44: Sinne, das überrascht wahrscheinlich jetzt hier niemanden.

00:29:46: Aber ich kann mir Tarotkarten nehmen, mir die quasi legen und mich selber

00:29:52: fragen, was könnten die denn für mich bedeuten?

00:29:54: Und in dem Moment fange ich natürlich an zu assoziieren und komme ganz oft auf

00:30:00: Ideen, weil unser Gehirn einfach so funktioniert, dass es Dinge vernetzt,

00:30:03: die für uns miteinander zusammenpassen.

00:30:07: Und so können wir eben auch sagen, ich nutze das,

00:30:10: ohne jetzt irgendwie einen übernatürlichen Hintergrund zu erwarten,

00:30:14: sondern einfach nur rational, um so ein bisschen herauszufinden,

00:30:17: wo möchte ich eigentlich hin, was sind Ziele, an die ich vielleicht

00:30:20: bisher bewusst noch gar nicht rangekommen bin.

00:30:24: Was dann auch schnell passiert, wenn, also wenn man eine Entscheidung getroffen

00:30:27: hat oder vielleicht aus dem Bauchgefühl raus eine trifft, dass man sich dann im

00:30:31: Nachhinein die auch rational begründet.

00:30:33: Das kann man ja auch bewusst anwenden, wenn man diese Entscheidung

00:30:37: überprüfen möchte, sage ich mal.

00:30:39: Wenn man die Entscheidung trifft, wie man sie fühlt,

00:30:41: und sich dann noch mal mit sich selber ausdiskutiert,

00:30:44: ob man da auch Rationalargumente für hat oder ob das vielleicht völlig konträr ist.

00:30:49: Ja, das stimmt.

00:30:51: Wobei wir natürlich aufpassen müssen, wenn wir uns Dinge im Nachhinein erklären,

00:30:56: legen wir uns Sachen auch manchmal so zurecht, wie sie uns dann in dem

00:31:00: Moment selbstwertdienlicher sind.

00:31:02: Also sprich, ich habe jetzt irgendwie gerade viel Geld ausgegeben,

00:31:05: weil ich so einen Impulskauf gemacht habe, dann werde ich hinterher

00:31:09: wahrscheinlich eher Argumente dafür finden, als ich vielleicht

00:31:13: vorher dafür gefunden hätte.

00:31:14: Weil ich irgendwo auch vor mir selber rechtfertigen möchte, dass ich

00:31:18: gerade so viel Geld ausgegeben habe.

00:31:20: Ja, das meine ich auch gar nicht, sondern also schon, aber nicht nachdem ich

00:31:25: das Geld ausgegeben habe, sondern ich habe aus dem Bauch raus

00:31:28: entschieden, ich möchte das Geld jetzt ausgeben und dann,

00:31:31: bevor man es tatsächlich tut, dann sich noch mal zu hinterfragen.

00:31:34: Führt im Zweifel aufs Gleiche hinaus.

00:31:37: Genau.

00:31:37: Also ja, ist immer die Frage, habe ich die Entscheidung schon

00:31:40: getroffen in dem Moment oder nicht?

00:31:41: Für mich.

00:31:43: Also auch wenn ich das Geld noch nicht ausgegeben habe, kann ich die Entscheidung

00:31:46: ja schon ziemlich fest getroffen haben.

00:31:47: Und ich glaube, das ist so ein bisschen der Punkt, ob man sich

00:31:50: dann da belügt oder nicht.

00:31:53: Ja, aber da waren wir eben eh eigentlich schon bei der Pro-Contra-Liste.

00:31:58: Und gerade wenn es jetzt auch andere Entscheidungen, ich sag mal rationalere

00:32:01: Entscheidungen sind, gar nicht so lebensentscheidende,

00:32:04: sondern was gehe ich denn jetzt überhaupt als Erstes an oder so,

00:32:07: dann gibt es natürlich auch so klassische Sachen zu priorisieren,

00:32:10: ob das jetzt eine Eisenhower-Matrix ist, die man unterscheidet,

00:32:13: was ist jetzt dringend, was ist wichtig überhaupt,

00:32:16: was steht denn jetzt an, so ein bisschen auch den Aufwand im Auge zu behalten.

00:32:21: Also Aufwand-Nutzen ist natürlich auch Klassiker und was weiß ich,

00:32:24: da gibt es ja auch zig Methoden, mit denen man sich in diesen Bereichen ein

00:32:29: bisschen helfen kann, Entscheidungen zu treffen,

00:32:31: wenn es jetzt gar nicht um so emotionale Geschichten geht, sondern es geht darum,

00:32:35: ich habe jetzt 5 Sachen zu tun, was mache ich als Erstes oder was auch immer.

00:32:40: Genau, da gibt es ja ganz viele Klassiker, muss man sagen, die hast du gerade auch

00:32:43: schon gut aufgezählt, die da wirklich sehr

00:32:46: hilfreich sein können.

00:32:47: Ich glaube, im Alltag mit dem Pferd ist es

00:32:50: wahrscheinlich eher vieles, was emotional ist, auch jetzt gar

00:32:53: nicht mal diese großen Entscheidungen.

00:32:55: Wir haben jetzt dieses Pferdekauf-Thema genommen, weil das so viele kleine

00:32:58: Entscheidungen sozusagen noch beinhaltet.

00:33:00: Aber am Ende des Tages treffe ich ja im Alltag mit dem Pferd auch

00:33:04: viele Entscheidungen.

00:33:05: Das ist so was wie: Fahre ich jetzt überhaupt heute in den Stall oder nicht?

00:33:10: Mache ich was mit meinem Pferd?

00:33:12: Wenn ja, was mache ich mit meinem Pferd?

00:33:14: Gebe ich meinem Pferd Mash?

00:33:16: Also ich treffe ja viele Entscheidungen aus meistens Erwartungen heraus.

00:33:25: Also klar, natürlich, sonst würden wir was nicht machen,

00:33:27: wenn wir nicht glauben würden, dass es eine gute Folge für uns hat,

00:33:31: eine gute Konsequenz für uns hat.

00:33:33: Oder fürs Pferd wahlweise.

00:33:36: Und ich glaube, auch da macht es Sinn, wenn wir den Schritt noch mal quasi

00:33:39: zurückgehen und das immer mal wieder bewusst zu machen.

00:33:42: Also wenn wir jetzt, wir steuern jetzt auf den Winter zu,

00:33:45: so, wir sitzen zu Hause im Warmen, wir wissen, draußen ist richtig ekelhaftes

00:33:50: Wetter, es ist kalt, ich muss mich jetzt wieder

00:33:53: umziehen und komplett einpacken und muss womöglich noch in den Stall fahren und

00:33:58: dann bin ich wieder lange unterwegs und es ist schon dunkel und das Pferd ist ja dann

00:34:02: wahrscheinlich noch dreckig und will ich denn überhaupt in die Halle?

00:34:05: So, das sind so viele Gedanken, die uns vielleicht bremsen,

00:34:09: obwohl wir gleichzeitig womöglich wissen, okay,

00:34:12: es würde mir aber gerade eigentlich auch emotional gut tun,

00:34:16: mental gut tun, wenn ich was mit meinem Pferd machen würde, und meinem

00:34:19: Pferd wird es auch gut tun.

00:34:21: Das ist so ein klassisches Beispiel, finde ich, für

00:34:24: wo wir im Alltag kleine Entscheidungen treffen, die nicht immer logisch sind.

00:34:31: Weil logisch wäre jetzt in dem Moment vielleicht, von dem, was ich aufgezählt

00:34:35: habe, zu sagen, ich fahre in den Stall.

00:34:37: Und emotional, weil es einfach jetzt der kürzere Weg sozusagen ist,

00:34:41: wir schneller eine gewünschte Reaktion bekommen,

00:34:45: ist dann zu sagen, ich bleibe zu Hause und setze mich auf die Couch, weil das bringt

00:34:50: mir kurzfristig direkt einen Nutzen.

00:34:54: Ja, das ist noch mal ein wichtiger Punkt.

00:34:55: Und was mir auch gerade noch eingefallen ist,

00:35:00: sowohl, ja, hat wieder ein bisschen den Anker

00:35:02: gerade jetzt, wenn wir so Richtung Jahresende,

00:35:04: Jahresneubeginn ansteuern, dass ja viele auch den Jahresanfang so

00:35:10: nutzen, gerade Richtung Zielsetzung und wie auch immer.

00:35:13: Und jetzt wird auf einmal alles anders.

00:35:15: Ist ja auch irgendwie eine Entscheidung.

00:35:17: Jetzt auf einmal mein ganzes Leben umkrempeln versus

00:35:22: jeden Tag ein bisschen tun, so ungefähr, und über den

00:35:26: Lauf der Zeit somit eigentlich die viel größere Entwicklung

00:35:29: vielleicht so zu machen.

00:35:31: Das ist ja auch noch mal ein Punkt.

00:35:32: Ich glaube, das ist ein bisschen auch, glaube ich, typabhängig vom Mensch.

00:35:35: Aber ich glaube, viele brauchen auch diesen— also es hat ja

00:35:38: seinen Grund, dass Neujahrsvorsätze so ein großes gesellschaftliches Ding sind.

00:35:47: Ja, aber es hat auch einen Grund,

00:35:49: warum so viele Neujahrsvorsätze einfach nicht eingehalten werden.

00:35:54: Also ich glaube, man darf bei den Neujahrsvorsätzen halt

00:35:57: auch nicht vergessen, das Timing ist natürlich auch perfekt.

00:36:01: So, also wir hatten halt vorher Weihnachten.

00:36:04: Also viele Neujahrsvorsätze drehen sich ja um gesunde Ernährung, um Sport.

00:36:08: So, das sind eigentlich so die Klassiker für Neujahrsvorsätze.

00:36:12: Was haben wir in der Vorweihnachtszeit meistens wenig?

00:36:15: Gute Ernährung, Bewegung, Zeit, Entspannung.

00:36:20: Was haben wir viel?

00:36:22: Stress, Süßigkeiten.

00:36:25: So, das heißt, ich glaube, das ist auch einfach wirklich kluger Punkt, um diese

00:36:31: Neujahrsvorsätze sozusagen voranzutreiben.

00:36:33: Dass wir wieder im Bereich Marketing, wo man natürlich auch gut damit wieder

00:36:36: spielen kann, zu sagen, hier Sind eure Emotionen gerade?

00:36:40: Ich fühle mich vielleicht irgendwie auch dick.

00:36:42: Ich habe zugenommen, ich fühle mich schlecht, weil ich habe mich wenig bewegt.

00:36:45: Und jetzt kommt der neue, kommt dieser Jahreswechsel,

00:36:48: der sowieso mit irgendwas sehr Reinigendem schon fast zu tun hat.

00:36:52: Und das ist der Moment, wo ich alles irgendwie neu erfinde.

00:36:56: Funktioniert im Marketing halt auch oftmals leider, muss man sagen.

00:36:59: Und da sind wir dann wieder so bei dieser Frage: Wie sollte ich Ziele gestalten?

00:37:03: Smarte Ziele?

00:37:05: Haben ja auch eben diesen Punkt, dass es auch realistisch sein sollte.

00:37:11: Und deswegen ja, unterschiedliche Typen, ja bestimmt, aber nur solange

00:37:16: ich Ziele realistisch setze.

00:37:18: Weil in dem Moment, wo ich diese utopischen Neujahrsvorsätze

00:37:21: habe, ja, wird es halt schwierig, das tatsächlich umzusetzen.

00:37:26: Ja, aber das kann man sich ja auch tatsächlich ein bisschen zunutze machen,

00:37:29: wenn man sagt, man braucht da so ein bisschen Ja, ich sage mal einen äußeren

00:37:33: Rahmen, dass man sagt, man macht jeden Monat sich sein,

00:37:36: also trifft eine Entscheidung für irgendein Ziel, was man jetzt jeden Monat

00:37:40: als Fokusthema oder wie auch immer hat.

00:37:41: Oder jede Woche neu sich zu entscheiden, wenn man sonntags zu Hause

00:37:46: vielleicht ein bisschen Ruhe hat, sich zu schauen,

00:37:48: worauf möchte ich denn jetzt diese Woche meinen Fokus legen oder wie immer.

00:37:51: Das kann man ja dann auch sehr für sich nutzen, gerade wenn das in diese Routine

00:37:55: eingebettet ist, was ja dann Entscheidungen auch wieder leichter macht.

00:37:59: Wenn man auch vielleicht weiß, okay, das ist jetzt nur für eine Woche,

00:38:01: das hat jetzt gar nicht so große Auswirkungen auf mein Leben.

00:38:03: Wenn ich merke, es ist nichts, dann ist halt nichts.

00:38:06: Dann habe ich aber auch nicht viel Zeit oder wie auch immer verloren.

00:38:08: Ich glaube, das kann ja auch helfen, Entscheidungen leichter zu machen,

00:38:12: indem man sie einfach kleiner macht, runterbricht.

00:38:15: Auf jeden Fall.

00:38:16: Ganz klar.

00:38:17: Das macht es immer leichter, wenn wir nicht direkt diese

00:38:19: Riesenentscheidung mit den Riesenkonsequenzen haben.

00:38:22: Wunderbar.

00:38:23: Ich glaube, wir haben schon wieder einen relativ großen Kreis hier geschlagen.

00:38:29: Gerade wenn ich hier mal so auf unsere Uhr gucke.

00:38:34: Haben wir noch irgendwas Wichtiges vergessen, was du noch erwähnen möchtest?

00:38:38: Nein, tatsächlich nicht.

00:38:39: Ich glaube, wir haben das Thema gut abgearbeitet, sozusagen.

00:38:43: Ich glaube klar, man kann immer noch weiter ausholen,

00:38:45: aber ich hoffe, wir haben das Wichtigste besprochen.

00:38:48: Die Quellen geben wir natürlich wieder auch in den Shownotes an.

00:38:52: Wenn du nichts dagegen hast, dann würde ich die Folge dieses

00:38:55: Mal gerne damit beenden wollen.

00:38:58: Mit dem Zitat, was ich dir geschickt habe, um zu sagen, ich würde

00:39:02: diese Folge gerne machen.

00:39:03: Weil ich habe nämlich ein Buch gelesen, das heißt 25 letzte Sommer,

00:39:08: und da gab es ein schönes Zitat drin.

00:39:10: Und ja, Lea, wenn du nichts anderes mehr hast, würde ich das gerne

00:39:12: sozusagen als Abschluss mitgeben.

00:39:15: Ja, gerne.

00:39:15: Ich erinnere mich nämlich ehrlich gesagt auch nicht mehr dran, deswegen bin

00:39:18: ich jetzt auch gespannt, was es war.

00:39:21: Sehr gut, dann lese ich jetzt einfach vor und sage in dem Sinne schon mal tschüss

00:39:24: und gebe euch allen jetzt sozusagen diese Gedanken, die nicht von mir kommen,

00:39:29: sondern ein Zitat aus diesem Buch sind, was ich sehr empfehlen kann, noch mit.

00:39:34: Also, Karl erzählte, wie Mohammed ihn angesehen

00:39:37: hatte, als ob er auf den Grund seiner Seele hätte blicken können.

00:39:41: Dann stellte Mohammed den beiden 4 wohlüberlegte Fragen, anstatt

00:39:45: eine schnelle Antwort zu geben.

00:39:47: Erstens: Gibt es dir Liebe und Frieden?

00:39:51: Zweitens: Gibt es dir Lebensfreude und Energie?

00:39:56: Drittens: Gibt es dir Freiheit und Selbstbestimmung?

00:40:00: Und viertens: Gibt es dir Ruhe und Halt?

00:40:04: Das waren für Mohammed die Kernelemente des Lebens, die er sich immer wieder vor

00:40:08: Augen führte, bevor er in eine neue Richtung aufbrach.

00:40:12: Danke fürs Zuhören bei dieser Folge von Psycholohü.

00:40:15: Wenn sie dir gefallen hat, hinterlass uns doch eine positive

00:40:18: Bewertung und teile die Folge.

00:40:20: Wir freuen uns über Feedback, Themenwünsche und deine

00:40:22: Gedanken zum Thema.

00:40:24: Du findest Carina auf Instagram unter @mindequus.

00:40:26: carinawarnstaedt.

00:40:28: Lea findest du unter @virtuelleassistenz_lea und den

00:40:32: Podcast unter @psycholohue_podcast.

00:40:34: Alle Links findest du auch in den Shownotes.

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