#57 Keine Hoffnung ohne Angst?
Shownotes
In dieser Folge von Psycholohü wird es philosophisch und das nur wegen eines Filmzitates. Lea und Carina fragen sich: Kann es Hoffnung ohne Angst geben? Oder wie hängen diese beiden Gefühle zusammen? Und was bedeutet das für uns Pferdemenschen, wenn wir Angst vor dem Ausreiten haben oder ein krankes Pferd besitzen?
Hier kannst du uns gerne folgen und schreiben: →Psycholohü auf Instagram
→Zu Carinas Website →Zu Carina auf Instagram →Carina als Autorin auf Instagram →Alle Bücher von Carina*
→Zu Leas Website →Lea auf Instagram
Hinterlasse dem Podcast gerne eine Bewertung und teile ihn!
Intromusik: →ElephantGreen
Die mit * gekennzeichneten Links sind Affiliate-Links. Wenn du über diese Links etwas kaufst, erhalte ich eine kleine Provision. Für dich entstehen keine zusätzlichen Kosten.
Transkript anzeigen
00:00:05: Hallo
00:00:16: und herzlich willkommen zur neuen Folge von Psychologie.
00:00:34: Ich sag das oft in letzter Zeit, obwohl bei unseren Gästen hab ich das nicht mehr gesagt.
00:00:38: Aber meistens bin ich nicht so vorbereitet, wenn wir diese Folgen starten.
00:00:42: Weil der Weile-Wissen ist wahrscheinlich gemeißend Karina gerne die Vorbereitung übernimmt und ich mich eher um die Nachbereitungen der Folgen kümmere.
00:00:51: Aber dieses Mal war ich ... Ist es wirklich ein neues Lied von unvorbereitet?
00:00:56: War ich noch nie Karin an dem uns mit?
00:00:58: Worum geht's heute?
00:01:00: Es wird etwas anders als sonst.
00:01:01: Das kann ich schon mal spoilern!
00:01:03: Ja, es wird ein bisschen anders.
00:01:05: Ich hab dir vor ein paar Wochen irgendwann eine Sprachnachricht
00:01:08: geschickt
00:01:11: mit dem Kontext von ich habe ne Idee für einen Podcast aber ich weiß nicht ob das Sinn macht.
00:01:16: Es wird also eher ein bisschen philosophisch statt psychologisch würde ich sagen und den Anstoß hat tatsächlich ein Superheldenfilm gegeben.
00:01:25: Jetzt könnt ihr ja gerne alle sagen dass ist ja total seltsam dürft ihr auch in Ordnung?
00:01:33: Aber ihr versteht hoffentlich gleich, warum ich das sage.
00:01:36: Und zwar habe ich den alten Daredevil-Film geguckt – was heißt denn?
00:01:40: Es gibt keinen neuen, es gibt nur einen Serien, aber der ist schon etwas älter der Film!
00:01:45: In diesem Film gibt es ein Zitat, was mir noch eine ganze Weile nachgelaufen ist.
00:01:51: Das hab' ich sehr selten bei Filmen und das Zitat lautet Und ich habe während des Anschauens schon da gesessen und hab gedacht, stimmt das?
00:02:06: Ist
00:02:06: es so?
00:02:07: Also warum sage ich ist es eher eine philosophische Diskussion?
00:02:11: weil wir das natürlich irgendwo nur bedingt in der Psychologie überprüfen können.
00:02:16: Ich glaube es gibt wahrscheinlich keine Menschen, ich weiß nicht, ich vermute keine Menschen die nie Angst haben.
00:02:22: Weil es ist ja einfach eine, man könnte sagen, eine Basisemotion einer sehr wichtige Schutzreaktion auch, ausrichtet eben aufmerksam zu sein und schnell zu handeln.
00:02:33: Also eigentlich ist es schon was, das sehr basal für uns als Menschen ist.
00:02:37: Das heißt überprüfen können wir es wahrscheinlich nur bedingt aber trotzdem saß ich da und habe die ganze Zeit gedacht stimmt das?
00:02:44: Wenn wir uns vorstellen es gäbe einen menschen der keine Angst hat nie hält es ja auch keine Hoffnung.
00:02:50: Und dass war im prinzip das was sich dann auch oft das fährte thema übertragen hab.
00:02:55: Daraus ist dann entstanden, dass ich gesagt habe, Lea lass uns dazu mal eine Folge machen.
00:02:59: Lass uns darüber mal diskutieren und in diese Hypothese reingehen.
00:03:03: was wäre denn wenn es einen Menschen ohne Angst geben würde?
00:03:06: Weil über Angst haben wir schon viel geredet aber nicht so richtig darüber wie Angst und Hoffnung zusammenhängen oder ob es überhaupt erschrebenswert wäre gar keine Angst zu haben.
00:03:17: Sag bitte nochmal das Vollständige Zitat!
00:03:18: Ich muss es noch einmal ganz hören.
00:03:20: Ja das Zitat ist ein Mann ohne Furcht ist ein mann ohne Hoffnung.
00:03:28: Mein erster Impuls wäre, tatsächlich zu denken.
00:03:31: Ein Mann ohne Furcht ist ... Also das Umzudrehen?
00:03:35: Mhm.
00:03:36: Nicht mal mit Hoffnung, sondern ich bin eher beim Thema Mut als bei der Hoffnung.
00:03:42: Weil für mich wär das Thema Mut nahe liegender als Hoffnung im Kontext mit Angst.
00:03:47: Voll!
00:03:48: Ja, total.
00:03:50: Ich würde wahrscheinlich eher sagen ein Mann ohne Mut ist ein Mann oder so was in der Richtung.
00:03:55: Das wäre mein erster Impuls von Logik in dem Kontext.
00:03:59: Ja, verstehe ich, weil... Obwohl natürlich da auch irgendwo die Frage ist schon alleine von der Definition her, musst du Angst haben mutig zu sein?
00:04:10: Also vermutlich ja!
00:04:11: Tatsächlich vermutlich.
00:04:12: Ich würde es zustimmen.
00:04:14: Ansonsten brauchst du ja keine Mut.
00:04:16: Genau, deswegen war ich gerade gedanklich zum Thema Mut abgeschwiffen und nicht zum Thema Hoffnung.
00:04:23: Weil ich grade noch nicht weiß was.
00:04:25: Also, du hast mir das Thema ja schon angekündigt.
00:04:28: Aber ehrlich gesagt hab ich mir seitdem auch keine großen Gedanken darüber gemacht.
00:04:32: Auch bewusst nicht, weil ich dachte, dass es irgendwie schöner ... wir machen das jetzt hier in dem Kontext
00:04:38: total
00:04:40: und ich weiß gar nicht.
00:04:44: Ich bin noch im Moment, ich weiß noch nicht was ich dazu sagen will, weil brauche ich für Hoffnung Angst?
00:04:52: Das ist die Grundsatzfrage.
00:04:55: Vielleicht habe natürlich ein bisschen etwas vorbereitet im Vorfeld.
00:04:58: Also das heißt ich habe natürlich auch mal geguckt, gibt es da Studien zu?
00:05:02: Weil ich so im Vorfall zu dir sagte, ah, das kann man ja gar nicht erforschen!
00:05:05: Wie soll man das denn
00:05:06: erforschnen?!
00:05:09: Tatsächlich sehe ich das schon ankönig.
00:05:11: Ich hab auch zwei interessante Studien... ne sogar drei interessante Studien gefunden wo zumindest ein bisschen die Ergebnisse interessant sein könnten.
00:05:20: aber ich habe im Vorfalt noch gesehen, zumindest in den Comics Weil deswegen habe ich das eben gesagt, es ist ja ein Superheldenfilm der auf Comics basiert.
00:05:29: Da gibt es wohl das Zitat auch anders herum.
00:05:31: Deswegen fand ich jetzt ganz spannend dass du das so gesagt hast.
00:05:34: Offenbar Ich hab's nicht überprüft aber offenbar gibt es da auch das Zitat so rum Dass man sagt einen Mann ohne Hoffnung ist ein Mann ohne Furcht.
00:05:45: Und da ist ja dann wieder die Frage macht das den Unterschied?
00:05:47: für den Inhalt weiß ich nicht Aber ich finde es halt spannend auf den Pferdekontext zu übertragen, weil wir ganz oft ja die Angst als was Negatives sehen.
00:05:58: Und wenn wir jetzt aber Angst plötzlich mit Hoffnung zusammenbringen und sagen ... Das ist das, was dieses Zitat aussagt.
00:06:06: Wir brauen Angst damit wir Hoffnung haben können.
00:06:09: Wenn das stimmt, wäre es irgendwie ein schöner Twist für Angst, dass wir Angst nicht immer als etwas Negatives ansehen.
00:06:17: Wir haben schon oft gesagt, das ist eine Schutzreaktion.
00:06:19: Aber ich finde in der Koppelung mit Hoffnungen wäre das noch mal schöner, wenn wir dem zustimmen würden.
00:06:26: Ja also im ersten Impuls würde ich sagen umgedreht gehe ich mehr in Resonanz.
00:06:31: mit dem Zitat kann ich gar nicht mal rational jetzt sofort begründen aber fühlt sich stimmiger an so rum.
00:06:39: Ich weiß nicht ob jetzt unbedingt das Thema Furcht Angst wie auch immer Das wäre was mir in den Kopf kommt.
00:06:46: Also womit ich auf jeden Fall voller Einverstanden bin ist dass man in irgendeiner Art negative, bedrückende Emotionen braucht um Hoffnung spüren zu können.
00:06:58: Weil wenn ja alles gut ist brauche ich auch keine Hoffnung.
00:07:00: Also worauf soll ich dann hoffen?
00:07:02: Dann ist ja alles Gut!
00:07:05: Die Verknüpfung wäre für mich auf jeden Fall da aber es zwingt Angst, Furcht weiß ich nicht.
00:07:13: Ja das ist auch so ein bisschen das was ich aus zweiter Studien mitgenommen habe und was auch meinen.
00:07:22: mein Impuls war, zu sagen muss es dir Angst sein?
00:07:26: Also die Studien sagen eher ja das entsteht halt aus einer Unsicherheit heraus vielleicht.
00:07:32: Das zeigt irgendwo also Angst... Nee andersherum Hoffnung entsteht natürlich auch wenn uns etwas wichtig ist und wenn irgendwie etwas wie gesagt unsicher ist weil wenn schon klar ist wie etwas ausgeht dann brauchen wir keine Hoffnung mehr zu haben.
00:07:47: Auch da machen wir jetzt mal ganz konkret ich habe an den Bereich krankes Pferd gedacht, weil mir das eben mal einfach nahe liegt.
00:07:54: Und da ist ganz klar wenn ich jetzt ein Pferdd habe vielleicht einfach mal aus meiner eigenen Erfahrung rausgesprochen meine Elaine war ja herzkrank und wir wussten ja sehr lange nicht was sie hatte und die hatte echt eine Phase da ging es ihr sehr schlecht.
00:08:09: Da hatte ich Angst um Sie aber er hatte auch trotzdem die Hoffnung dass es funktionieren könnte, dass wir einen Weg finden wie sie damit leben kann.
00:08:20: Wenn man das jetzt umdreht, wie gesagt habe es braucht zumindest eine Unsicherheit.
00:08:24: Wenn ich gewusst hätte Es funktioniert nicht wir müssen sie einschlafen lassen was nicht der Fall war nicht aufgrund von der herzerkrankung Aber wenn ich das gewusst hatte dann hätte ich keine Hoffnung mehr gehabt.
00:08:37: natürlich nicht wenn ich beim Umfeldkehrschluss Gewusst hätte Naja an dieser Erkrankungen wird Sie nicht sterben müssen Dann hätte ich auch keine Hoffnung mehr gebraucht, weil dann hätt ich ja die Sicherheit gehabt.
00:08:48: Dass es soweit wieder gut wird.
00:08:52: Das wurde natürlich nicht perfekt aber zumindest so weit dass sie leben kann damit und das heißt Ich würde sagen Unsicherheit dafür dich mit den Studien übereinstimmen die braucht es.
00:09:04: Aber ist es Angst dies braucht?
00:09:07: Ich habe jetzt auch gerade in deinem Beispiel Es wird ja nicht nur Angst gewesen sein du spürt hast trauer wird hier zum beispiel großes Thema gewesen sein.
00:09:15: Also
00:09:17: ich
00:09:18: bleib dabei, dass es für mich nicht so ganz stimmig ist.
00:09:22: Ich bin voll dabei, das es in irgendeiner Art eine schmerzhafte Emotion sein muss.
00:09:27: aber ob das jetzt zwingend Angst sein muss um Hoffnung zu verspüren würde ich jetzt tatsächlich eher nicht sagen.
00:09:34: Ja, würde ich auch mitgehen und nichtsdestotrotz können wir ja schon sagen im Prinzip generell negative Emotionen auch mit Hoffnungen Einhergehen können, nicht mütten müssen aber können.
00:09:48: Das finde ich trotzdem einen schönen Blickwinkel.
00:09:52: Ja wir haben es ja eben schon gesagt also Hoffnung gäbe ist ja nicht wenn man nicht irgendwie den Schmerz... Ich nehm das jetzt einfach mal über Begriff fühlen würde in welcher Art auch immer ob das jetzt Angst schmerzt Trauer schmerz selbst Wut wie auch immer.
00:10:07: Also Wenn da nicht in irgendeiner art was wäre Was ein auf aufwühlt, sagen wir es mal so.
00:10:16: Dann wäre ... Also wozu brauche ich dann Hoffnung?
00:10:20: Total!
00:10:21: Und genau wozu brauch ich ist das ein und das andere ist aber auch... Das zeigt ja auch dass man da immer noch einen positiven Blickwinkel einnehmen kann.
00:10:30: Dass man eben nicht sagt, es ist schon alles verloren.
00:10:32: Wir hatten ja verschiedene Folgen zum Thema Angst und was da irgendwie immer präsent ist natürlich dieses Thema Ausreitangst weil das glaube ich auch einfach viele Personen kennen.
00:10:42: Auch da kann ich ja irgendwie wieder auch von mir selbst sprechen.
00:10:46: Das gleiche Prinzip, diese Angst... Ich glaube nicht dass sich sie jemals komplett loswerten werde.
00:10:54: Die ist immer zumindest unterschwellig noch da.
00:10:57: Viel viel viel viel besser geworden.
00:11:01: aber das heißt ja gleichzeitig auch, ich habe dadurch nicht aufgegeben.
00:11:04: also ich hab jetzt nicht gesagt, da isst Angst und deswegen gebe ich auf kann ja ein Weg sein, der muss auch nicht zwangsläufig falsch sein.
00:11:13: Aber den Weg bin ich nicht gegangen, weil die Hoffnung da war und auch der Wunsch da war zu sagen nee!
00:11:19: Ich möchte aber wieder ausreiten.
00:11:24: Wir kommen noch nicht an das Thema Angst bei mir ran tatsächlich.
00:11:27: Okay.
00:11:29: Woran scheitert es?
00:11:30: Woran hakt's?
00:11:34: Weil ich glaube wirklich Hoffnungen jetzt für mich nichts... also nicht so wirklich bin.
00:11:39: angstverknüpft ist.
00:11:41: Gar nicht.
00:11:41: Kann,
00:11:42: aber eher weniger tatsächlich.
00:11:45: Spannend.
00:11:47: Hast du ein Beispiel, wo du Angst erlebt hast?
00:11:49: Was du hier auch teilen würdest?
00:11:55: Ja ... Als mich vor anderthalb Jahren Pferd ins Gesicht gebissen hat, hatte ich danach definitiv Angst.
00:12:06: Aber ich glaube es war nicht Hoffnung die mich da ange ... Also nee also in dem Kontext wirklich Hoffnungen hat er nie noch Rolle gespielt danach.
00:12:17: Was hat eine Rolle gespätet?
00:12:20: Pflichtgefühl.
00:12:21: Den Feld gegenüber!
00:12:24: Und den anderen beteiligten Personen.
00:12:26: Mhm.
00:12:28: Und auch irgendwie der Wunsch, das Pferd zu verstehen und die Situation lösen zu können.
00:12:33: Aber ja ... Das ist schon so.
00:12:35: vielleicht Hoffnung verknüpft aber ... Ich glaube bei mir ist Hoffnung eher mit Trauer verknüppt in irgendeiner Form von Dingen, die man sich ... erhofft für die Zukunft, die man aber eben aktuell nicht erreicht oder vielleicht auch niemals erreichen kann.
00:12:52: Außer welchen Grund noch immer weil irgendeine Krankheit oder jemand steht mit dem Mann diese Hoffnung nicht erfüllen kann oder wie auch immer.
00:13:00: also ich glaube bei mir wäre die Omnition, die ich da sehe mehr tatsächlich trauer.
00:13:05: Also nicht mal Trauer im Sinne von Todtrauer sondern einfach allgemein Traurigkeit.
00:13:12: so
00:13:13: Ich verstehe das total.
00:13:14: Ich versteh auch, worauf du hinaus willst!
00:13:16: Ich glaube vielleicht... Es ist jetzt erstmal nur eine Hypothese aber vielleicht erhängt es an diesem Thema Hoffnung als Emotion und weniger als Kognition.
00:13:28: Also in deinem Beispiel ist Hoffnung immer sehr als Emotion
00:13:32: dargestellt.
00:13:34: Drehen wir's mal um.
00:13:34: In deinem Beispiel fährt hat dich ins Gesicht gebissen Wenn du hoffnungslos gewesen wärst in dem Moment Hättest du denn weitergemacht?
00:13:45: Also hoffnungslos im Sinne von Kognition, ich erwarte ... dass es nicht funktionieren wird.
00:13:52: Dass sich das nicht mehr hinbekommen werde.
00:13:54: Was auch immer die Angst genau ist, ob die Angst jetzt ist.
00:13:57: Ich erwarte, dass das wieder passiert oder keine Beziehung zu dem Pferd aufbauen kann.
00:14:05: Weiß auch da tatsächlich nicht, ob dich das unbedingt als Hoffnung betäteln würde in diesem konkreten Beispiel!
00:14:12: Ja, deswegen hatte ich es umgedreht mit der Hoffnungslosigkeit.
00:14:19: Ist total spannend!
00:14:21: Ich finde das einfach interessant.
00:14:22: Ich würde dich nicht überzeugen oder so.
00:14:24: Ich möchte jetzt einfach ernsthaft nur diskutieren.
00:14:27: Aber nicht dass wir hier zu einem Ergebnis kommen müssen und sagen, wir stimmen hundert Prozent überein.
00:14:31: Ich find's super spannend.
00:14:34: Also zumindest glaube ich in dem konkreten Fall gehts eher nicht.
00:14:38: Sie sagt nicht, dass das nie Thema war bei mir... Also, ich bin durch genug Ängste in meinem Leben durchgegangen.
00:14:46: Aber ich frag mich gerade auch da überall ... war jetzt Hoffnung ... da unbedingt der ausschlaggebende Punkt?
00:14:55: Oder ist ... also schon irgendwo, weil Hoffnung das ist was einen nicht zum Aufgeben bringt?
00:15:02: Das will ich schon sagen!
00:15:05: Aber ich glaube, Hoffnung ist für mich nicht der Antreiber sich eine Angst zu stellen, sagen wir es so.
00:15:12: Aber ich glaube, das ist der Punkt.
00:15:13: Das sagt der Satz ja auch nicht aus, dass er Antreiber ist.
00:15:16: Es sagt nur aus ... Wenn du keine Angst hast, dann hast du auch keine Hoffnung!
00:15:22: Ich würde immer noch diese Verknüpfung in die Richtung nicht zwangsläufig unterschreiben.
00:15:27: Aber was ich schon finde, wenn du es runterbrichst... In dem Moment wo du Angst erlebst und aber das Gefühl hast nochmal Hoffnungslosigkeit bedeutet in dem Moment, es ist schon irgendwo sicher, was passiert.
00:15:40: Die Unsicherheit ist dann in dem Moment ja weg, weil ich habe keine Hoffnung mehr, dass sich diese Angst in den Griff bekomme.
00:15:48: Dann würde ich schon damit gehen zu sagen du brauchst einen gewissen Hoffnungen um überhaupt weiterzumachen.
00:15:57: und das würde ich also schon sagen wenn du keine Angst hättest oder eine Situation mit Angst keine Hoffnung hättest, würdest du nicht weitermachen?
00:16:10: Das muss nicht der Hauptantreiber sein.
00:16:12: Aber ich glaube ... Sie muss irgendwo da sein!
00:16:16: Das würde ich vermuten...
00:16:22: Ich versuche das gerade umzudeuten auf zum Beispiel meine Entscheidung nicht mehr als Trainerin zu arbeiten weil da hab' ich ja aufgegeben einen sehr großen Anführungszeichen Da habe mich entschieden eben nicht weiterzugehen.
00:16:40: Da überlege ich gerade, ob die Hoffnung weg war ... dass ich das ... verändern kann.
00:16:46: Dass es sich weiter stimmig anfühlt und ich glaube tatsächlich in meinem Fall nicht, weil ich hab ja immer gesagt, ich hätt's auch ganz groß umstrukturieren können, um im Trainerjob bleiben zu können.
00:16:59: Also ich habe die Möglichkeit schon gesehen, dass man hätte weitermachen können oder ich hätte weiternachen können.
00:17:06: In einem ... Ja!
00:17:08: ein passendes Setting, sag ich mal zu bringen.
00:17:10: In dem Fall hab' ich mir halt trotzdem dagegen entschieden aus verschiedensten Gründen aber nicht weil ich keine Hoffnung hatte und auf andere Beispiele habe ich eben nochmal gedacht.
00:17:22: wenn ich natürlich mein Gefühl von Trauer in eine Angst vor Verlust zum Beispiel oder generell ja Wenn der Verlust schon da ist, dann ist die Hoffnung ja tatsächlich in dem Fall weg.
00:17:34: Da gebe ich dir recht.
00:17:36: Aber nicht dass eine Angst vor Verluste umdeute statt in das Gefühl von Trauer ... Mhm.
00:17:42: Dann ist die Hoffnung da auf jeden Fall mehr präsent?
00:17:47: Das war jetzt ne super wichtige Unterscheidung!
00:17:49: Weil es gibt natürlich auch diese antizipatorische Trauer oder Trauer, die quasi Eintritt vor einem Verluss ... aber ... sehr, sehr guter Punkt zu sagen.
00:18:01: Da ist wahrscheinlich einfach eine Angst vor einem Verlust da?
00:18:05: Ja!
00:18:07: Spannend.
00:18:08: Und da wiederum bin ich auf jeden Fall dabei, dass da dann die Hoffnung ist, dass selbst wenn's... Also nehmen wir jetzt auch das Beispiel krankes Tier oder so und es zeichnet sich ab, so ewig lang wirds vielleicht nicht mehr haben zu leben aber es ist ja irgendwie doch immer die Hoffnungen da.
00:18:29: Es schafft noch Ein halbes Jahr.
00:18:31: Auch wenn der Arzt vielleicht sagt, wir reden hier von Wochen nicht über einen Monaten oder so und das jetzt mal... Also ich glaube dass solche Fälle das definitiv schon auch mit Angst verknüpft ist.
00:18:43: Ja würde ich auch sagen also die das es den Verbindungen gibt die wird das würde ich tatsächlich gerade auch nach dem Gespräch bisher schon unterschreiben.
00:18:54: Ich bleibe immer noch dabei dass sich dieses Anfangs zitat was er im Prinzip aussagt, wenn du keine Angst hast kannst du auch keine Hoffnung haben.
00:19:02: Immer noch nicht unterschreiben würde.
00:19:03: Nee also gerade nachdem wir das jetzt hier nochmal aufgedröselt haben für mich ist es nicht allein Angst die Voraussetzung für
00:19:10: Hoffnung.
00:19:11: Ne genau weil das genau aber ein
00:19:14: mögliche aber eben zum Beispiel Trauer oder ja auch Wut tatsächlich kann eine Voraussetzung für Hoffnung sein.
00:19:24: Es muss, also Hoffnung kann im Grunde nicht alleine stehen weil sonst brauchen wir sie nicht?
00:19:29: Genau!
00:19:29: Ganz einfach.
00:19:31: Aber der Auslöser muss nicht Angst sein.
00:19:34: Ja ich glaube das war jetzt eine sehr gute Zusammenfassung.
00:19:38: Guck mal ich bin happy dass wir das jetzt schonmal so weit aufgedrisset haben.
00:19:42: Ich würde aber tatsächlich gerne noch eine andere Kleinigkeit ansprechen Weil ich habe ja schon gesagt ich hab mich im Vorfeld damit auseinander gesetzt und ich bin auch etwas spannendes gestoßen, was ich vorher noch nicht kannte.
00:19:56: Ich habe keine richtige Idee wo das jetzt noch hinführen soll aber ich möchte es einfach mal in den Raum werfen und vielleicht gibt es ja genau so ein spannendes Gespräch wie bisher.
00:20:06: Und zwar bin ich aufs Konzept von Fear of Hope gestoßen also die Angst vor Hoffnung.
00:20:15: Ich gebe zu, ich habe es jetzt wirklich nur in einem Artikel gelesen.
00:20:18: Ich hab nicht noch mehr dazu gelesen und das war auch ein sehr neuer Artikel tatsächlich aus dem Jahr zwentzehntzeixendzwanzig wenn ich's richtig im Sinn habe.
00:20:25: Das heißt ultra neu!
00:20:26: Ich weiß gar nicht ob das der Anfang von dem Konzept war... ...ich hatte danach keine Zeit mehr mich noch weiter damit zu befassen leider.
00:20:34: Aber auf jeden Fall was die in diesem Artikel sagen ist dass wenn du diese Angst vor Hoffnung hast.. ..das dann eben du nicht mehr sinnvoll kopen kann.
00:20:46: Also keine sinnvollen Stressregulationsstrategien sozusagen anwenden kannst, sondern eben dadurch dann noch stärkere allgemeine Ängstlichkeit zeigst aber auch Angst vor generell Gefühlen und halt auch mehr kontrafaktisches Denken heißt nachdenken über Dinge die nicht eingetreten sind aber die hätten passieren können.
00:21:10: also dass du mehr in diesem Ding lebst von naja dass das hätte ja passieren können, wenn ich nicht das vielleicht gemacht hätte.
00:21:19: Und es fand ich irgendwie ... Ja, das kam halt daraus, daß sich Angst und Hoffnung gegugelt ... Nee, nee!
00:21:24: Ich hab's nicht geguggelt.
00:21:25: Ich hab sie in wissenschaftlichen Datenbanken angegeben, fast das gleiche.
00:21:32: Na ja, auf jeden Fall habe ich das beides eingegeben.
00:21:33: So kam ich eben auf diese Angst vor Hoffnung.
00:21:36: Das fand ich dann auch noch mal spannend.
00:21:38: Weil tast du auch noch Gedanken dazu?
00:21:40: Aber gerade im Kontext dass es dann doch vielleicht irgendwo einen Zusammenhang geben kann, noch mal einen anderen Zusammenhangangst vor der Hoffnung zu haben.
00:21:50: Ja nicht direkt Angst vor der Hoffnung aber was mir gerade also angefangen hast in den Sinn kam sofort das ist auch irgendwann durchaus sinnvoll sein kann nicht mehr so hoffen sondern eben loszulassen und zu akzeptieren dass Dinge nicht mehr kommen werden zu Ende gehen, wie auch immer.
00:22:11: Das ist vielleicht so ganz grob der Übergegriff zum Thema Hoffnung, dass man an irgendeinem Punkt die Hoffnung aufgeben sollte um besser weiterzuleben als mit dieser Hoffnung.
00:22:26: Dass die einen durchaus blockieren kann.
00:22:31: Ob ich schon mal Angst vor der Hoffnung hatte, wüsste ich jetzt... spontan nicht, aber ich möchte es nicht ausschließen dass das nicht schon mal vorkam.
00:22:42: Ich finde das auch spannend weil man sich damit ja selten so beschäftigt oder ich habe mich damit noch nie vorher beschäftigt.
00:22:47: deswegen fand ich jetzt interessant mal zu wissen was du dazu sagst und ich glaube das wirst du als erstes gesagt hast ist wirklich der punkt wenn du immer wieder erlebst dass du dir hoffnungen machst und diese hoffnung jedesmal enttäuscht wird dann Ich trage viele Menschen an den Punkt kommen zu sagen, ich möchte mir gar keine Hoffnung mehr machen um nicht enttäuscht zu werden.
00:23:14: Man kann jetzt sagen das ist dann irgendwie Pessimismus und es gibt ja auch Menschen die sagen, aber ich bin gerne Pessi-Mist weil entweder habe ich recht oder ich werde wenigstens Nicht enttäuscht.
00:23:23: also Ja Oder ich es wird sogar besser als ich erwartet habe.
00:23:29: so gesehen könnte man natürlich sagen das pessimismus sehr gesund.
00:23:31: was ich aber jetzt nicht unterschreiben würde.
00:23:35: Aber was ich damit sagen will ist, dass das ja durchaus auch ein nachvollziehbarer Gedanke ist zu sagen, was du auch gesagt hast, ich kann mir jetzt vielleicht doch gar keine Hoffnung mehr machen weil immer diese Hoffnung aufzubauen die dann enttäuscht wird es ja auch enorm anstrengend.
00:23:50: Ja also das ist definitiv etwas das kann ich absolut nach empfinden.
00:23:58: Ich weiß trotzdem nicht ob's dann Angst wieder wäre.
00:24:01: da bin ich wieder bei dem Punkt
00:24:03: Genau, oder wer will die Frage ist es tatsächlich Angst vor Hoffnung?
00:24:07: Oder ist es Angst davor dass hoffnungen enttäuscht wird.
00:24:10: Ja das habe ich auch gerade gedacht
00:24:13: und da würde ich jetzt erst mal aus dem Impuls heraus sagen Es ist eher die angst davor, dass die hoffnung enttäuscht wird weil die hoffenung an sich ist ja nichts.
00:24:21: Also naja gut ist es dann in dem moment natürlich negativ konnotiert.
00:24:26: Müsste man tatsächlich nochmal weiter in das paper auch reingehen um das noch einmal nachzulesen was die wissenschaft dazu sagt.
00:24:31: aber ist ja vielleicht auch durchaus spannend, einfach mal selber sich Gedanken dazu zu machen.
00:24:37: Ob dann Hoffnung auch irgendwo was Negatives werden kann wo man Angst vorhaben kann also man tatsächlich sagen kann ich habe Angst vor diesem Gefühl von hoffnungen.
00:24:47: Ich würde sagen es steckt eigentlich immer eher die Enttäuschung dahinter vor der man angst hat.
00:24:52: Aber vielleicht gibt's ja auch etwas wo jemand das jetzt hört und sagt ne doch da hab' ich noch ein ganz anderen Gedanken oder Impuls.
00:24:58: zu Würde ich sehr spannend finden.
00:25:01: sehr mich freuen, wenn da vielleicht doch noch jemand sich zu äußern würde.
00:25:05: Weil ja ... gibt dir doch oftmals weitere Perspektiven, die man jetzt nicht bedenkt?
00:25:11: Ja also was ich sehen kann
00:25:14: schon,
00:25:16: wo Angst vor der Hoffnung für mich auch Sinn ergibt, dass die Hoffnung ein in Situation hält, die einem aber nicht gut tun.
00:25:25: Klassisches Beispiel wäre jetzt das die toxische Beziehung.
00:25:29: Dass die Hoffnungen Das Gegenüber verändert sich, einen in dieser Situation hält.
00:25:35: Obwohl man vielleicht kognitiv weiß ... Diese Situation schadet mir und die Hoffnung, dass es sich doch noch mal ändert, hält ein.
00:25:43: Dass man in solchen Situationen beispielsweise Angst vor der Hoffnung hat.
00:25:48: Weil die Hoffnungen das ist was ein Held auch wenn man vielleicht rational weiß ich sollte gehen
00:25:55: Ja macht für mich Sinn.
00:25:56: Ich glaube Auch das kommt sicherlich auf die Beziehung an.
00:26:00: Es gibt sicherlich da auch noch weitere Gründe, nicht zuletzt Angst ... Klar!
00:26:06: Da
00:26:07: wird's niemals in so einer Situation nur einen Grund geben.
00:26:10: Genau.
00:26:11: Aber ja, gehe ich mit?
00:26:13: Das macht für mich auch Sinn tatsächlich, ja.
00:26:17: Oder wenn wir wieder beim Thema Tier sind.
00:26:21: Die Hoffnung, dass es meinem Tier nochmal besser geht.
00:26:25: Dass man vielleicht sich ... zu spät in Anführungszeichen entscheidet es, zu erlösen.
00:26:31: Mhm.
00:26:33: Wo man dann vielleicht nicht in dem Moment die Angst vor der Hoffnung hat, aber dass man im Nachinneren vielleicht Schuldgefühle entwickelt aus denen beim nächsten Tier ... Die Angst vor den Hoffnungen entsteht oder so was könnte ich mir ... Es gibt sehr viele Eventualitäten.
00:26:50: Ja,
00:26:50: klar ist ein bisschen abstraktter.
00:26:51: Aber das
00:26:52: ist eine Verkettung, die ich mehr durchaus auch vorstellen kann dass Menschen Angst haben, den richtigen Zeitpunkt zu finden.
00:27:02: Ist im Prinzip dann auch so eine Konditionierungsreaktion?
00:27:04: Auch da wir die Frage sind, ist die Angst tatsächlich vor der Hoffnung oder wieder von einer Fehlentscheidung?
00:27:10: Ich glaube immer so.
00:27:11: die Definitionsfrage aber macht für mich soweit auch Sinn, dass das auf jeden Fall da rein spielt.
00:27:17: Ja super!
00:27:18: Also ich fand es sehr interessant.
00:27:21: Das ging nicht nur mir so, ich weiß, das war ne ganz andere Folge.
00:27:25: Vor allen Dingen haben nicht alle jetzt Knoten im Kopf.
00:27:28: Auch das, ja?
00:27:29: Falls doch, tut's mir leid!
00:27:30: Es ist doch verrückt was manchmal so einen Satz aus einem Film auslösen kann.
00:27:37: Aber ich fand es auf jeden Fall irgendwie spannend, dass man zu diskutieren und mal zu gucken, wofür führt uns das
00:27:41: hin?!
00:27:42: Und... Ich glaube also ich habe jetzt da auf jeden fall etwas vor mitgenommen und für mich macht das jetzt deutlich mehr Sinn.
00:27:49: Ja ich fühle dich Wette auch noch einige Zeit jetzt drüber nachdenken.
00:27:53: Tut mir leid, aber finde ich auch vielleicht ein bisschen gut.
00:27:58: Wenn dich da jetzt vielleicht schon beeinflusst habt noch weiter darüber nachzudenken, hoffe ich natürlich, dass der eine oder andere, die zugehört hat, nochmal weiter drüber nachdenkt und vielleicht ja noch mal ne ganz andere Idee hat.
00:28:10: Falls das so sein sollte oder ihr einfach nur eure Meinung auch vielleicht zu diesem Sonderformat vom Psychologie mal mit uns teilen möchtet freuen wir uns sehr wenn ihr euch meldet bei Instagram kommentieren oder schreiben, uns eine Mail schicken.
00:28:26: Oder auch bei Spotify kommentiert und wir hoffen dann dass wir es auch tatsächlich mal sehen.
00:28:31: Wir geben uns größte Mühe!
00:28:41: Lea findest
00:28:50: du unter virtuelle Assistenz Lea und den Podcast unter Psycholo-hy podcast.
00:28:55: Alle Links findest Du auch in den Shownotes, folge dem Podcast auf der Plattform Deiner Wahl und aktiviere die Benachrichtigung um keine weitere Folge zu verpassen!
Neuer Kommentar