#55 Britta Gockel: Alles was dein Pferd erlebt, entscheidest du!
Shownotes
Alles was dein Pferd erlebt, entscheidest du! Und deswegen ist es wichtig, sich zu fragen, wie das Pferd lebt und wie es seinen Alltag wahrnimmt.
Um diese Frage geht es in dieser Folge. Dafür ist Britta Gockel von Kleine Tante zu Gast und erzählt über Enrichment – wie wir das Leben unserer Pferde bereichern können und wie Pferd und Mensch davon profitieren.
Zu dem Thema hat Britta zusammen mit Carina ein Buch geschrieben, das gestern bei Müller-Rüschlikon erschienen ist. Auch darum geht es in der Folge. Die beiden erklären, was Enrichment genau bedeutet und teilen einfach umsetzbare Ideen, die das Pferdeleben spannender und artgerechter gestalten können.
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Transkript anzeigen
00:00:04: Psycholohü, der Podcast über Pferde und Psychologie.
00:00:08: Wir sind Carina Warnstädt, Psychologin und Begleitung für Menschen mit
00:00:11: chronisch kranken Pferden und
00:00:12: Lea Schneider, virtuelle Assistenz für Selbstständige in der Pferdebranche
00:00:16: und Pferdeverhaltenstrainerin.
00:00:18: Wir nehmen dich mit in unsere Gedanken zu verschiedenen Themen aus dem Bereich Pferd
00:00:22: Mensch Beziehung und in spannende Interviews.
00:00:24: Zu den Themen Pferde und Psychologie.
00:00:29: Hallo und herzlich willkommen zu dieser Folge von Psycholohü.
00:00:33: Heute haben wir einen Gast, dessen Stimme ihr vielleicht schon ein paar Mal gehört
00:00:37: habt, aber heute das erste Mal im Interview.
00:00:40: Deswegen würde ich sagen, stell dich doch gerne direkt einmal vor.
00:00:44: Hi, danke für die Einladung und ich freue mich sehr, mit Carina heute da
00:00:49: sein zu dürfen für unser ganz besonderes Herzensthema.
00:00:52: Genau das ist nämlich auch mein Herzensthema.
00:00:55: Ich bin Britta und Enrichment und vielleicht Training für den Pferdekopf und
00:01:00: Alltagsabenteuer und Gesundheit für den Pferdekörper und Pferdekopf.
00:01:04: Das ist auf jeden Fall mein Thema.
00:01:05: Mein Hintergrund ist da so vom Pferdekörper aus her die
00:01:09: Pferdephysiotherapie und vielleicht mehr für den Kopf, Verhaltensbiologie und
00:01:13: Pferdewissenschaften, das Studium.
00:01:16: Genau, was ich jetzt zuletzt noch hinten dran gehangen habe.
00:01:21: Du hast es gerade schon angesprochen, das Thema Enrichment.
00:01:24: Darum geht es heute auch und das ist etwas, was besonders dir
00:01:27: sehr am Herzen liegt.
00:01:28: Aber ihr zwei habt auch gemeinsam schon Vorträge auf Messen gehalten und
00:01:33: jetzt ein Buch dazu geschrieben.
00:01:34: Aber bevor wir über das Buch Was genau ist denn Enrichment?
00:01:39: Was können wir uns darunter vorstellen?
00:01:43: Ja, das ist tatsächlich immer die große Frage, weil Enrichment in der deutschen
00:01:48: Pferdewelt noch nicht so richtig angekommen ist, zumindest nicht
00:01:51: als Begriff, würde ich sagen.
00:01:53: In der englischsprachigen Community ist es deutlich bekannter, aber da wollen wir
00:01:57: natürlich jetzt auch was für tun, dass es auch im Deutschen als
00:01:59: Begriff etabliert wird.
00:02:01: Also Enrichment ist im Prinzip alles oder jede Maßnahme, die uns hilft, die
00:02:07: Lebensqualität von unseren Tieren, von unseren Pferden zu verbessern,
00:02:12: ihre Fähigkeiten zu trainieren, also sowohl kognitiv als auch körperlich, das
00:02:17: hat Britta ja schon angesprochen, und im Prinzip ihre natürlichen und artgerechten
00:02:24: Verhaltensweisen und Umgebungen zu gestalten und da immer
00:02:27: wieder neue Reize zu bieten.
00:02:29: Es ist also ein bisschen komplex und nicht ganz so einfach zu erklären,
00:02:32: aber ich hoffe, es macht Sinn.
00:02:34: Vielleicht könnt ihr bei jeder einfach ein Beispiel nennen und warum
00:02:38: euch das so fasziniert.
00:02:39: Ich glaube, damit wird es ein bisschen klarer, der Begriff
00:02:44: ein Beispiel. Das ist gut.
00:02:46: Ja, okay, Ich sag mal, das erste Beispiel, was
00:02:50: mir einfällt, weil das vielleicht auch viele kennen,
00:02:53: die Gestaltung zum Beispiel von einem Offenstall oder einem Paddock Trail, da
00:02:56: kennt doch bestimmt jeder diese Baumstämme, die auf dem Boden liegen, als
00:03:00: Raumtrenner, als Bewegungsanreiz, als du musst drüber laufen oder drumherum.
00:03:05: Und da haben wir eigentlich schon Enrichment.
00:03:06: Also das Pferd trifft eine Entscheidung, das Pferd muss seinen Körper benutzen,
00:03:10: um darüber zu kommen oder drumherum.
00:03:12: Es muss sehen, meine Umgebung ist so und so und das ist einfach schon mal sozusagen
00:03:18: ein Meer im Vergleich zu der glatten Bodenoberfläche.
00:03:25: Ja, ich wäre tatsächlich gedanklich auch beim Offenstall oder
00:03:28: bei der Stallgestaltung.
00:03:30: Das erste, was mir eingefallen ist, wäre eine Totholzhecke.
00:03:34: Also das ist natürlich zusätzlich auch noch mal ein schöner Lebensraum für andere
00:03:38: Tiere, aber für Pferde eben auch einfach der Vorteil, sie
00:03:41: haben möglicherweise Raumtrenner.
00:03:44: Es gibt einen gewissen Windschutz, wenn man es vernünftig sinnvoll
00:03:47: platziert sozusagen.
00:03:48: Da können sie sich also dann entsprechend auch noch mal ein bisschen ausruhen
00:03:53: sozusagen Und je nachdem, wie man es eben füllt, können sie sich da permanent
00:03:58: selber Futter suchen.
00:03:59: Denn Pferde sind ja Dauerfutter Sucher, keine Dauerfresser.
00:04:04: Und das heißt, sie haben da permanent die Möglichkeit an Holz zu knabbern,
00:04:08: vielleicht auch an Blättern, wenn man noch frischeres
00:04:12: Holz dazu legt und sich da entsprechend auch die Nährstoffe zu holen, die sie
00:04:17: brauchen und vor allen Dingen auch die Rohfaser.
00:04:21: Ja, super.
00:04:21: Ich glaube, damit ist es ein bisschen greifbarer, der Begriff.
00:04:26: Euer Buch, das ist, wenn die Folge rauskommt, gestern rausgekommen,
00:04:29: also ganz, ganz frisch erschienen.
00:04:32: Nehmt uns doch mal mit, was erzählt ihr in dem Buch?
00:04:35: Was beschreibt ihr, was erklärt ihr?
00:04:38: Wir sind direkt zwei Unterteilungen eingefallen.
00:04:41: Also einerseits ist unser Buch geteilt in Theorie und Praxis und andererseits
00:04:45: geteilt in Haltung, wo wir gerade schon mal drauf eingegangen sind und Training.
00:04:49: Und in diesen vier Quadranten erklären wir alle möglichen Ideen von Enrichment.
00:04:56: Ich würde auch sagen, es ist vielleicht eine Ideensammlung, Werkzeugkoffer im
00:05:00: Praxisteil, da werden ganz, ganz viele Ideen vorgestellt und mit ganz vielen
00:05:03: Bildern unterlegt und im Theorieteil wird ein bisschen mehr
00:05:08: darauf eingegangen, wie das funktioniert, warum das
00:05:11: funktioniert, wie Pferdeverhalten Pferde gesund erhalten kann.
00:05:16: Genau, und ich würde vielleicht noch ergänzen, auch was Pferde alles können,
00:05:20: weil Pferde werden ja laufend unterschätzt.
00:05:23: Und da haben wir uns wirklich auch noch mal für die Theorie ein paar Studien
00:05:26: angeschaut und die aber so aufbereitet, dass es eben
00:05:30: auch verständlich ist und dass man dann noch mal daraus ziehen kann, was kann mein
00:05:34: Pferd eigentlich alles und warum ist es wichtig, dass ich auch es kognitiv fördere
00:05:39: und auch das Lernverhalten da noch mal bestärke.
00:05:42: Und wie Britta schon gesagt hat, im Praxisteil haben wir super viele Ideen
00:05:47: gesammelt und uns war es da halt auch wichtig, dass wirklich alles
00:05:51: nicht nur praxisnah erklärt ist.
00:05:53: Wir haben auch zum Teil Videos dabei, die man sich dann über einen QR Code anschauen
00:05:57: kann, um noch mal ein besseres Gefühl quasi für die einzelnen Dinge zu bekommen.
00:06:03: Und vor allen Dingen war uns auch wichtig, dass wirklich für jeden was dabei ist.
00:06:06: Also nicht jeder hat natürlich die Chance, jetzt einfach den Stall mal
00:06:10: von vorne bis hinten umzukrempeln oder sowas, weil man natürlich, wenn man als
00:06:15: Einsteller dabei ist, nur begrenzte Möglichkeiten hat, aber da
00:06:20: wirklich für jedes Budget sozusagen was zu finden, auch was man vielleicht selber
00:06:25: basteln kann und aber auch für jedes Pferd, also für jede Altersklasse, für
00:06:29: jeden Ausbildungsstand auch schon für die allerjüngsten sozusagen
00:06:33: da Ideen zu sammeln, wie das Leben ein bisschen bereichert werden kann.
00:06:38: Ja, du hast schon gerade ein kleines Wort benutzt, was aber gar nicht unwichtig ist.
00:06:42: Warum.
00:06:43: Warum sollte ich mich mit dem Thema beschäftigen?
00:06:46: Was hat mein Pferd davon?
00:06:47: Was habe ich vielleicht auch davon?
00:06:49: Warum brennt ihr so für dieses Thema?
00:06:53: Da vielleicht ein kleines Plädoyer auch noch mal dazu,
00:06:57: wie man den Begriff versteht, also wo glaube ich Carina und ich
00:06:59: beide sehr hinter stehen.
00:07:00: Man könnte es jetzt ja ganz platt mit Beschäftigung bezeichnen, also dass das
00:07:04: Pferd etwas zu tun bekommt, aber es geht nicht darum
00:07:08: Spielball, was man durchaus machen kann, aber es geht nicht einfach darum,
00:07:11: Spielball reinzuwerfen, zu sagen, spiel mal, und jetzt habe ich mich um dich
00:07:14: gekümmert und es ist jetzt nicht mehr schlimm, dass du in der Box stehst und
00:07:17: keinen Kontakt zu Artgenossen hast.
00:07:18: Jetzt bist du ja beschäftigt, sondern es ist vielmehr eine Haltung.
00:07:23: Also wie wir eben schon gesagt haben, das Pferd kann Entscheidungen treffen, das
00:07:26: Pferd kann sich mit seiner Umgebung, mit seiner Situation auseinandersetzen.
00:07:32: Und das ist eigentlich eins der größten Warums.
00:07:36: Also einerseits die Langeweile und die Frustration, die in menschlicher Obhut und
00:07:43: den veränderten Anforderungen an ein Pferdeleben damit einhergehen können,
00:07:48: mit Verhaltenskreisen und so.
00:07:49: Vielleicht sprechen wir nachher noch mal drüber, aber eben Pferdeverhalten
00:07:53: ausleben können, Langeweile.
00:07:54: Und ein zweiter ganz großer wichtiger Faktor ist die Selbstwirksamkeit.
00:07:58: Und eben diese Entscheidung treffen zu können.
00:07:59: Ich glaube, das kann Carina noch besser erklären mit deinem Hintergrund.
00:08:04: Ja gut, dass du das schon ansprichst.
00:08:06: Das hätte ich nämlich sonst auch noch mal von selbst ergänzt sozusagen, weil das
00:08:09: haben wir immer wieder im Buch aufgegriffen.
00:08:11: Das ist uns einfach sehr, sehr wichtig.
00:08:13: Selbstwirksamkeit bedeutet ja letztendlich, dass das Pferd weiß,
00:08:17: dass es selber etwas an seinen Umständen verändern kann, dass es quasi selbst sein
00:08:22: Leben auch ein Stück weit gestalten kann und nicht nur passiv
00:08:26: von hier nach da gebracht wird und einfach auch im Zweifelsfall den
00:08:30: Menschen nur gehorchen muss.
00:08:32: Und das ist ja was, wofür wir uns immer wieder einsetzen.
00:08:35: Und ein Pferd, das selbstwirksam ist, das wird merken, dass es auch
00:08:39: eine eigene Meinung hat.
00:08:41: Sicherlich wird das nicht immer jedem Menschen gefallen, aber es kann ganz toll
00:08:45: sein, wenn man merkt, das Pferd hat eigene Ideen, das Pferd hat Präferenzen, es mag
00:08:49: vielleicht die eine Bürste lieber als die andere, den einen Weg lieber als den
00:08:52: anderen oder auch die eine Trainingsmethode lieber als die andere.
00:08:57: Ich glaube, der große Vorteil, den wir da auch als Menschen haben, ist, dass wir
00:09:02: unsere Pferde einfach deutlich besser kennenlernen können.
00:09:05: Wir können mal feststellen, mit welchem Charakter haben wir es denn wirklich zu
00:09:08: tun, was mag es denn gerne, wenn wir ihm die Wahl lassen.
00:09:12: Und ja, im besten Fall verbessert sich natürlich auch die Beziehung.
00:09:15: Wenn wir das Pferd besser kennen und das Pferd auch merkt, dass wir auf es eingehen
00:09:21: und dass wir ihm was Gutes tun wollen, dann kann das natürlich im besten Fall die
00:09:25: Beziehung generell verbessern und auch dazu führen, dass das Pferd auch in vielen
00:09:29: Situationen mutiger wird und auch gerne für den Menschen arbeitet und vielleicht
00:09:34: auch gruselige Situationen besser überwindet, weil es sich schon
00:09:37: häufiger damit auseinandergesetzt hat.
00:09:39: Und weil es dem Menschen mehr vertraut.
00:09:42: Ja, super.
00:09:42: Ich glaube, das war noch mal hilfreich, um ein bisschen,
00:09:45: wenn man sich noch nicht mit dem Thema beschäftigt hat, zu verstehen,
00:09:49: worum geht es da eigentlich genau.
00:09:51: Britta, du hast gerade die Verhaltenskreise angesprochen.
00:09:54: Nimm uns doch da noch mal mit Was ist das?
00:09:56: Worum geht es da?
00:09:59: Oh, sehr gerne. Ja, das ist wirklich.
00:10:00: Ich finde Verhaltensbiologie so spannend, da könnte man nochmal einen eigenen
00:10:03: Podcast drüber machen, nur über die Funktionskreise eigentlich.
00:10:07: Deswegen muss man das ja Im Prinzip sind es Verhaltensweisen.
00:10:12: Es wird irgendwie in der Verhaltensbiologie Funktionskreise
00:10:15: bezeichnet als 9, 9, 10 Grundverhaltensweisen und
00:10:22: Verhaltensbedürfnisse, könnte man auch sagen.
00:10:24: Also Verhalten, die Pferde ausleben sollen müssen in einem
00:10:31: erfüllten und natürlichen Leben.
00:10:33: Also ganz konkret Fortbewegung ist eine Verhaltensweise, ein Funktionskreis.
00:10:37: Und man kann sich ganz einfach vorstellen, ein Pferd, das sich nicht fortbewegen
00:10:41: kann, kann kein gutes Leben führen und umgekehrt.
00:10:45: Nahrungsaufnahme ist natürlich klar, lässt sich sonst nicht mit einem gesunden
00:10:49: Leben vereinbaren, wenn die fehlt.
00:10:51: Aber auch solche kleineren Dinge, die uns vielleicht nicht auffallen, gehören zu den
00:10:54: Funktionskreisen wie Erkundungsverhalten oder Komfortverhalten, was
00:10:59: man sowas wie Wohlfühlverhalten oder Pflege übersetzen könnte.
00:11:03: Also zum Beispiel Wälzen, Fellkrauen, mit einem anderen Pferd sich schubbern,
00:11:12: solche Wohlfühldinge, aber eben auch Erkundung.
00:11:14: Und das nicht nur bei Jungfern und Fohlen.
00:11:17: Das ist, finde ich, ein häufiges Missverständnis, dass man annimmt, dass
00:11:21: nur junge Pferde neugierig sind und wenn sie dann erwachsen sind, sind sie fertig
00:11:25: damit, Dann ist ihre Umgebung fertig und dann braucht man das ja nicht mehr.
00:11:30: Das heißt, Enrichment bedeutet im Grunde einfach, diese Kreise zu
00:11:34: verstärken und auszufüllen, oder?
00:11:37: Ja, genau. So könnte man es eigentlich verstehen.
00:11:39: Oder auch sie zu verbinden oder sich überhaupt bewusst zu Wie
00:11:42: verbringt mein Pferd den Tag?
00:11:44: Wie viel der Zeit kann es sich fortbewegen?
00:11:46: Wie viel der Zeit kann es fressen, knabbern, suchen?
00:11:49: Wie viel der Zeit sieht es andere Pferde? Sozialverhalten.
00:11:52: Und das ist ganz spannend.
00:11:54: Das machen wir auch mal gerne unseren Vorträgen sich bewusst zu machen, welche
00:11:58: dieser Funktionskreise, dieser Verhaltensweisen sind in menschlicher
00:12:01: Obhut besonders betroffen?
00:12:04: Das ist ja Feindvermeidung Das ist ziemlich gut, dass das stark
00:12:07: eingeschränkt ist von uns.
00:12:08: Das gefällt uns und den Pferden, glaube ich, ganz gut, dass sie von Feinden
00:12:11: weniger bedroht sind als Wildpferde.
00:12:14: Aber damit fällt natürlich auch der Job sozusagen des Wachehaltens
00:12:18: und des Fliehens weg.
00:12:19: Und wir möchten natürlich nicht dieselbe Aufregung ersetzen.
00:12:23: Aber man kann sich natürlich vorstellen, wie bei uns Menschen auch, wenn wir in
00:12:26: unserer sicheren Wohnung sitzen und uns nicht anstrengen müssen, uns nicht
00:12:30: schützen müssen, uns wird das Essen den ganzen Tag gebracht.
00:12:32: Das ist erstmal recht komfortabel, aber es wird auch sehr schnell langweilig.
00:12:38: Genau.
00:12:39: Und da würde ich vielleicht auch noch ergänzen, das haben wir auch immer gerne
00:12:41: in unseren Vorträgen genannt, Wir vergessen manchmal, wenn wir unser Pferd
00:12:46: gerade in Pensionshaltung haben, wie viel Zeit das Pferd ohne uns verbringt.
00:12:52: Weil natürlich für uns ist logischerweise die Zeit viel präsenter, in der wir mit
00:12:57: dem Pferd zusammen sind, in der wir mit dem Pferd interagieren, das
00:13:00: Trainieren, das Pflegen.
00:13:01: Und das ist ja auch die schönste Zeit für uns und vielleicht auch eine sehr schöne
00:13:05: Zeit für das Pferd im besten Fall.
00:13:07: Aber ganz klar, wie viel Zeit ist das denn?
00:13:10: Das kann sich ja jeder mal selber fragen.
00:13:12: Also selbst wenn man die Pferde am Haus hat, isst man ja nur einen
00:13:16: Bruchteil des Tages bei den Pferden.
00:13:19: Also ich kann es auch für mich sagen, das sind, naja, je nachdem, wie viel ich mit
00:13:23: den Pferden so mache, sind es, wenn ich sie nur pflege, vielleicht
00:13:27: zwei Stunden am Tag.
00:13:29: Das klingt für uns jetzt erstmal viel, weil zwei Stunden von jedem Tag irgendwie
00:13:33: abzwacken, Man hat ja sowieso noch viel anderes zu tun.
00:13:36: Aber fürs Pferd bedeutet das, selbst wenn ich zwei Stunden jeden Tag da bin, 22
00:13:42: Stunden des Tages bin ich nicht da.
00:13:45: Und da lebt das Pferd aber auch.
00:13:47: Und da möchte das Pferd auch trotzdem seinen natürlichen
00:13:50: Verhaltensweisen nachgehen.
00:13:51: Und deswegen genau das, was Britta eben gesagt hat, was haben Sie
00:13:54: denn für Möglichkeiten?
00:13:56: Können Sie sich denn auch viel bewegen, auch als Lauftiere?
00:14:01: Wenn ja, wie viel können Sie sich bewegen?
00:14:04: Und wie viel bewegen Sie sich denn wirklich?
00:14:06: Denn nur weil da die Fläche da ist, heißt es ja noch lange nicht, dass das
00:14:10: Pferd sich auch tatsächlich bewegt.
00:14:12: Es braucht ja auch gewisse Bewegungsanreize, denn Britta hat da immer
00:14:16: dieses schöne Bild von dem leeren Quadrat sozusagen.
00:14:21: Wenn man jetzt eine Wohnung nicht füllt, dann wollen auch wir uns nicht großartig
00:14:25: bewegen, auch wir Menschen nicht.
00:14:26: Und wenn wir diese Wohnung irgendwann füllen, dann haben wir Gründe, um
00:14:30: hin und her zu laufen, zum Kühlschrank zu gehen, was auch immer.
00:14:32: Und das gilt ja für das Pferd ganz genauso.
00:14:35: Und das machen wir uns manchmal, glaube ich, nicht genug bewusst, wie viel Zeit
00:14:40: das Pferd ohne uns verbringt und wie diese Zeit auch aussieht.
00:14:44: Ja, auf jeden Fall.
00:14:46: Da gebe ich dir auf jeden Fall recht.
00:14:47: Ihr habt vorhin schon mal zwei Beispiele genannt.
00:14:51: Vielleicht könnt ihr ja noch mal ein paar erste Tipps aus dem Buch schon mal teilen.
00:14:56: Vielleicht, ihr habt eben angesprochen, dass es ein bisschen unterteilt,
00:14:59: sowohl in Training als auch in Haltung.
00:15:02: Vielleicht habt ihr zu jedem noch mal irgendwie einen Tipp, was man schon mal
00:15:05: den Leuten mitgeben kann, ohne dass ihr jetzt den gesamten
00:15:08: Inhalt des Buches erzählt.
00:15:11: Ja, das wird sicherlich auch schwierig, den gesamten Inhalt jetzt schon
00:15:14: zusammenzufassen, aber ja, mir fallen direkt zu beidem im Prinzip was ein.
00:15:20: Ich fange vielleicht einfach mal an mit meinen eigentlich Lieblingsideen, weil
00:15:25: sie so simpel sind und wirklich jeder kann sie umsetzen, ohne dass das viel kostet.
00:15:30: Das eine ist tatsächlich, ich liebe es, wenn ich Möhrenschalen habe,
00:15:35: die einfach zu verteilen und zu nutzen.
00:15:39: Das heißt, bei uns gibt es halt die Möglichkeit, es gibt viele Balken, da kann
00:15:42: man die auch tatsächlich aufhängen, dass die Pferde auch mal nicht nur am Boden
00:15:46: suchen müssen, sondern auch, wie sie sich vielleicht in der Natur nach
00:15:49: Ästen recken würden, da auch mal nach oben schauen müssen und die Nase nutzen müssen,
00:15:54: um was zu suchen und zu finden, was sie essen können.
00:15:58: Man kann es aber auch genauso gut unter das Heu mischen oder vielleicht auch
00:16:02: auf den Leckstein legen oder ähnliches.
00:16:04: Also man kann da wirklich ganz kreativ werden, dass die Pferde
00:16:07: das einfach suchen können.
00:16:08: Klar, das dauert ein paar Minuten für sich selber, aber das Pferd ist echt lange
00:16:12: damit beschäftigt, wenn es die Möglichkeit hat, da zu suchen.
00:16:15: Und es geht selbst in einer Box, dass man da eben schaut, wo kann
00:16:18: man es vielleicht hinlegen.
00:16:21: Einzige Einschränkung wäre wirklich, wenn das Pferd auf einem
00:16:23: reinen Sand Paddock steht.
00:16:25: Das würde ich dann eher vermeiden, damit das Pferd nicht so viel Sand aufnimmt.
00:16:29: Aber das wäre so ein klassisches, ganz einfaches DIY Haltungsenrichment sozusagen
00:16:36: und fürs Training auch DIY Training.
00:16:39: Ist jetzt die Frage, ob man es wirklich als Training oder Haltung bezeichnet, aber
00:16:43: das mögen Britta und ich auch beide gerne.
00:16:45: Darf ich vielleicht einfach mal so sagen, ist das Pferd, sich
00:16:48: selber duschen zu lassen.
00:16:49: Also im Sommer, wir duschen ja dann doch auch mal unsere Pferde hin und wieder,
00:16:53: auch um ihnen Abkühlung zu schenken.
00:16:55: Aber nicht jedes Pferd mag das.
00:16:57: Und ich finde es immer ganz toll, wenn man den Pferden die Möglichkeit gibt, selbst
00:17:01: zu Möchte es geduscht werden und wenn ja, wo?
00:17:06: Also quasi einfach einen Wasserschlauch nehmen, das, ich würde mal sagen,
00:17:10: so auf Buggelenkshöhe halten circa des jeweiligen Pferdes und dann
00:17:16: einfach mal das Pferd das erkunden lassen und schauen, was es macht.
00:17:19: Ich finde das nämlich sehr, sehr spannend.
00:17:21: Mein Shetty beispielsweise, der Pepper, den habe ich bekommen und da hat die
00:17:25: Vorbesitzerin gesagt, der hasst Wasser, er hasst es einfach.
00:17:29: Und das würde ich so nicht zu 100 Prozent unterschreiben,
00:17:33: denn wenn man ihm die Chance gibt, dass er das selber aussuchen kann, wo er gerne
00:17:38: geduscht werden möchte, dann dreht er sich konsequent um und lässt
00:17:42: sich am Hintern duschen.
00:17:45: Ich weiß nicht, warum er das da so besonders toll findet,
00:17:48: aber das mag er vielleicht.
00:17:52: Ist es der Wasserstrahl, der ihn massiert? Ich weiß es nicht.
00:17:54: Auf jeden Fall findet er das dann ganz klasse und steht dann da und genießt das.
00:17:58: Und das finde ich ganz schön, weil es eben auch wieder die Selbstwirksamkeit fördert.
00:18:02: Und es ist natürlich kein klassisches Training, aber irgendwie was, was jeder
00:18:06: umsetzen kann, sobald es warm genug ist.
00:18:10: Oh, da hast du direkt schon einen meiner absoluten Favoriten noch mal genannt.
00:18:14: Tut mir leid.
00:18:15: Nein, das ist super.
00:18:16: Dann würde ich noch mal mir was Neues überlegen.
00:18:20: Das ist was, was ich auch super gerne mache, weil wie du gerade sagst, Pepper
00:18:24: wird dann am liebsten hinten an der Hinterhand geduscht und
00:18:28: meine Stute, ganz im Gegenteil, kommt immer an und streckt ihren Hals und
00:18:32: möchte hier in der Ganasche immer geduscht werden.
00:18:35: Aber auch total verständlich.
00:18:36: Und wie du gesagt hast, man lernt die noch mal anders kennen.
00:18:39: Das ergibt total Sinn, dass sie sich das Gesicht lieber nur dann selber duscht,
00:18:43: wenn der Wasserstrahl stabil ist und sich nicht bewegt.
00:18:46: Weil ich persönlich würde mir auch nicht gern von wem anders ein
00:18:49: Gesicht duschen lassen.
00:18:51: Deswegen das auf jeden Fall mein Lieblings 0 Euro Tipp auf jeden Fall.
00:18:55: Und dazu übrigens kommt auf jeden Fall im Zusatzbereich im Material
00:19:00: vom Buch auch noch was.
00:19:01: Da könnt ihr nämlich genau das noch mal sehen, wie unsere Ponys da duschen.
00:19:04: Das ist faszinierend, wenn man, ja, ich weiß jetzt ja nicht, ob die sich
00:19:07: da selber hingestellt haben.
00:19:08: Doch, doch, haben sie.
00:19:10: Wenn man weggeht, kommen sie mit und stellen sich wieder genauso hin.
00:19:13: Und das ist faszinierend, weil man nur so eine Winzigkeit im Umgang ändern muss.
00:19:18: Also es ändert nicht mal wirklich was in unserem Ablauf.
00:19:21: Wir möchten das Pferd duschen, machen das Wasser an.
00:19:23: Und der einzige Unterschied ist, wir halten das Wasser, wie du gesagt hast,
00:19:26: auf gut Gelenkshöhe vors Pferd, statt anzufangen, aktiv abzuduschen nach allen
00:19:30: Regeln der Kunst noch so ein absolutes Selbstwirksamkeit wäre für mich.
00:19:36: Das würde dann, glaube ich, unter Training fallen, also in dem Sinne, dass
00:19:39: man mit den Menschen interagiert.
00:19:41: Das Auswählen von Bürsten oder anderen Gegenständen.
00:19:44: Aber wir fangen jetzt einfach mal mit Bürsten an.
00:19:46: Das lässt sich auf grundsätzlich alles übertragen.
00:19:48: Aber ich habe beispielsweise eine weichere Bürste und eine härtere Bürste
00:19:52: und halte die einfach so vors Pferd, also vors Gesicht, vor den Kopf, so
00:19:57: dass das Pferd es sehen kann.
00:20:00: Die meisten Pferde sind schon ziemlich neugierig und aufgeschlossen und werden
00:20:04: 100 Prozent irgendeine der Bürsten aus Versehen berühren, wenn es nur auf
00:20:07: der Suche nach einem Leckerli ist.
00:20:09: Ihr nehmt dann genau die Bürste und bürstet damit das Pferd.
00:20:12: Und das geht wahnsinnig schnell.
00:20:14: Wirklich nach drei, vier, fünf Versuchen haben die Pferde gemerkt, das, was
00:20:17: ich antippe, wird danach benutzt.
00:20:19: Das ist wie so ein Startsignal.
00:20:20: Und dann werden sie anfangen, von dem anfänglichen Zufall, was sie berühren,
00:20:25: dann die Bürste zu wählen, die sie lieber mögen oder an dem Tag lieber mögen.
00:20:28: Das ist ja nicht immer die gleiche, sondern heute juckt es sehr am Bauch.
00:20:31: Nimmer die härtere oder Nein, nein, heute ist ein bisschen berührungsempfindlicher.
00:20:36: Nimmer die.
00:20:37: Und ihr werdet dann wirklich schnell sehen, dass das Pferd sich das anschaut
00:20:40: und eine bewusste Entscheidung trifft.
00:20:44: Weil mein zweites Beispiel jetzt nicht Ausbrecherung kommt, Aber möchte ich
00:20:47: einfach noch sagen, ist auch ein absoluter Favorit.
00:20:50: Das sind jetzt Alles tolle, wirklich super tolle 0 Euro Ideen, die
00:20:53: man einfach so machen kann. Dazu zählen natürlich auch Knabberäste.
00:20:56: Nochmal Lieblingstipp am Rande, das wäre vielleicht Haltung.
00:20:59: Aber was ich so gerne noch erwähnen würde, wäre auch wirklich im
00:21:01: Training neue Wege zu gehen.
00:21:04: Also das ist nicht gebunden an irgendeine Philosophie oder Reitweise.
00:21:08: Unsere Philosophie wäre vielleicht pferdegerecht, aber ansonsten eben geht es
00:21:13: wirklich vom Pferd ausgedacht, von der Natur, von der
00:21:19: Biologie ausgedacht.
00:21:20: Und da kann man alles Mögliche machen.
00:21:23: Also natürlich Reiten ist super, Ausreiten ist super, Hüpfen kann super sein, was
00:21:28: Pferd und Mensch gefällt, Bodenarbeit, da sind die Möglichkeiten
00:21:32: wirklich unendlich und noch viel weniger erschöpft, würde ich
00:21:34: behaupten, als beim Reiten.
00:21:36: Und was so ein absolutes Favoriten Enrichment Training von mir ist, ist auf
00:21:40: jeden Fall das Wippen oder das Balancieren, das Wippen, Körper einsetzen.
00:21:46: Und da haben wir auch natürlich Videos und Inhalte zu.
00:21:48: Aber das, was mich daran einfach so sehr fasziniert, ist, wie sehr man die
00:21:52: unterschiedlichen Charaktere der Pferde kennenlernt, aber in wie viel unglaublich
00:21:57: viel unrealistisch vielen Prozent der Fälle man die Wippe wegräumen muss, wenn
00:22:01: man irgendwas anderes machen muss, weil so viele Pferde einfach lieben.
00:22:06: Ich glaube, es liegt auch daran, dass es selbstgesteuert ist, können selbst wippen,
00:22:09: sie können selbst ihren Körper bewegen und das finde ich ist einfach
00:22:13: ein geniales Training.
00:22:14: Was man nicht vergessen darf, Richmond ist nicht nur Haltung, es kann auch
00:22:18: wirklich intensives Training sein.
00:22:20: Ja, und das, was du sagst beim Wippen, das sehe ich ja auch immer wieder.
00:22:24: Also ich bin da übergegangen, meine Wippe darf nicht beim Aufwärmen schon in der
00:22:28: Nähe stehen, weil dann komme ich nicht mehr zum Aufwärmen.
00:22:32: Dann ist es permanent, dass meine Pferde stehen bleiben und entweder wirklich
00:22:36: direkt auf die Wippe zusteuern oder davor stehen bleiben.
00:22:39: Und dann, das macht Haukur ganz besonders gerne, dann wirklich langsam Schritt für
00:22:44: Schritt in Richtung der Wippe sich rüberarbeiten.
00:22:49: Das ist ganz, ganz, ganz süß.
00:22:50: Auch der Blick dabei immer so, ich möchte eigentlich gerne dahin.
00:22:56: Also ja, die Wippe darf dann eben noch nicht da stehen, wenn ich aufwärme.
00:23:00: Aber das zeigt halt auch wirklich, wie toll die das finden.
00:23:02: Klar, es gibt auch Leckerlis, aber Leckerlis gibt es bei mir auch bei anderen
00:23:05: Trainingsmethoden, sage ich mal, ne, nicht Methoden, aber Dingen, die ich im Training
00:23:09: mache und von daher zeigt mir das schon, dass die Wippe einfach was ist, wo
00:23:13: sie besonders viel Spaß dran haben.
00:23:15: Und ja, das ist wirklich immer ein sehr, sehr schönes Enrichment, weil man merkt,
00:23:19: dass es den Pferden auch Spaß macht und zusätzlich natürlich
00:23:22: den Körper enorm schult.
00:23:24: Also sowohl das Körpergefühl als auch letztendlich die Muskulatur.
00:23:29: Ja, super.
00:23:30: Da haben wir auf jeden Fall jetzt eine ganze Menge schon mal auch
00:23:33: an konkreten Vorstellungen.
00:23:34: Wobei ich natürlich, woran ich denken muss, wenn ich Britta sehe, sind natürlich
00:23:38: auch eure Pyrotechnik Sachen, eure Kurse und euer Material.
00:23:43: Magst du da mal noch ein bisschen erzählen?
00:23:45: Das ist ja doch irgendwie was bisschen Spezielleres, was vielleicht
00:23:48: nicht ganz so verbreitet ist.
00:23:50: Das stimmt, das stimmt.
00:23:51: Das ist auch wirklich ein absoluter Favorit.
00:23:53: Es ist auch echt schwierig zu sagen.
00:23:54: Mir sind gerade noch sechs andere Dinge eingefallen, die ich
00:23:56: unbedingt nennen möchte.
00:23:58: Wir werden viel Buch noch teilen müssen und natürlich
00:24:01: kaufen, lesen, verschenken, ganz tolles Geschenk.
00:24:04: Und genau.
00:24:06: Ja, das ist auch noch mal eine Sache, da könnte man es eigentlich beim kognitiven
00:24:10: Enrichment am besten einordnen.
00:24:11: Also natürlich beim Training und Training für den Kopf ganz konkret.
00:24:15: Und man könnte einfach sagen, Pyrotechnik Training, also wie wir das machen, ist
00:24:20: eine Weiterentwicklung oder eine besondere Form von Vertrauensarbeit
00:24:24: von Gelassenheitstraining.
00:24:27: Aber es kann auch noch so viel mehr, weil es wirklich auch ein
00:24:29: kleines Abenteuer ist.
00:24:31: Also ich mache mal gerne den Kontrast zwischen dem Schlechten
00:24:34: und einem guten Beispiel.
00:24:35: Also man könnte jetzt sagen, Hier, ich mache Schreck Training, den Begriff ich
00:24:39: mache Schreck Training,- dann hüpfe ich vor dem Pferd rum und bewerfe das Pferd
00:24:43: mit irgendwas und dann hat es abgeschaltet und ich bin total glücklich,
00:24:47: weil es ist ja ganz schreckfrei.
00:24:50: Das wollen wir nicht.
00:24:51: Was wir wollen, ist Vertrauensarbeit, wo das Pferd mit dem Menschen
00:24:55: irgendwas Neues entdeckt.
00:24:56: Also das ist ja schon mal die Definition fast von Enrichment, was Neues entdeckt,
00:25:00: was erlebt, erkundet, aktiv dabei ist, die Ohren spielen, der Kopf
00:25:05: arbeitet, das sieht man richtig.
00:25:06: Ich meine, man kann es sogar hören, aber dass wir den Pferden
00:25:11: ein Element zeigen, was sie so in ihrem Alltag wirklich noch nie gesehen haben und
00:25:15: das ist Pyrotechnik in aller Regel Vor allem so wie wir sie verwenden, also
00:25:19: keine Lärm, keine Knall, sondern geräuscharm beim Zünden, leises Zischen
00:25:25: oder leises Knistern, wie ihr das auch kennt von so Funken, Fontänen
00:25:31: und solchen Geschichten.
00:25:31: Es geht uns wirklich um die Effekte, also Funken, Bewegung, Dynamik,
00:25:36: Farben, Farbrauch.
00:25:38: Und das ist auch immer so ein Highlight für den Menschen.
00:25:40: Und das macht natürlich auch was mit uns.
00:25:44: Das ist einfach, das macht richtig Spaß.
00:25:45: Und das gilt natürlich für alles mit dem Pferd.
00:25:47: Es soll dem Pferd gut tun, aber es darf auch uns gut tun.
00:25:51: Das ist, glaube ich, ein sich selbst verstärkender Prozess.
00:25:53: Wenn man aber sich so ein Alltagsabenteuer nimmt oder wie zum Beispiel so einen Kurs
00:25:57: macht, dann erlebt man noch mal was ganz anderes zusammen und wird noch
00:26:01: mal anders zusammengeschweißt.
00:26:02: Und es ist wirklich intensiv.
00:26:05: Also Pferd und Mensch können immer extrem gut schlafen nach dem Tageskurs.
00:26:10: Und damit man sich das besser vorstellen kann, da bräuchten wir jetzt noch mal
00:26:14: Bilder, die gibt es übrigens auch im Buch.
00:26:16: Also eben bunte, riesige Farbrauchwolken, wie ihr das vielleicht kennt
00:26:20: von so Holi Festival Fotos oder von, es gibt es manchmal auch irgendwie bei
00:26:26: Hochzeitsfotos so bunte Wolken, Rauch oder kleine Funken oder Wunderkerzen.
00:26:32: Und dann wird das langsam gesteigert.
00:26:34: Die Pferde dürfen sich das erst aus der Distanz anschauen, können dann näher
00:26:37: rangehen, unterstützt übrigens auch und begleitet von den Menschen.
00:26:41: Also es geht nicht darum, dass die Pferde irgendwie sich alles angucken und
00:26:46: das alles geschafft haben, sondern dass man gemeinsam sich gegenseitig ermutigt.
00:26:52: Der Mensch schlägt vor Wimmeln ein Stück vor, das Pferd ja gerne, aber lieber ein
00:26:55: Stück nach rechts, dann kann ich besser gucken, dass man wirklich zusammenarbeitet
00:27:00: und dann da nochmal auch wirklich die Kommunikation noch mal ganz fein abstimmt.
00:27:06: Zum Beispiel bei uns ist es so, die Pferde dürfen sich das alles mal anschauen, also
00:27:10: mit Mindestabstand, weil Pyro Effekt.
00:27:14: Ja, und das muss man leider dazu sagen, es hat schon mein Pferd versucht, die
00:27:16: Rauchkugeln zu fressen, diese ganz besondere Form von Neugier, wo
00:27:21: man das Pferd ein bisschen beschützen muss.
00:27:23: Aber genau eben, dass man wirklich Pferd und Mensch zusammen sich das
00:27:27: anschaut, das erkundet.
00:27:29: Und es sind ja so viele Reize, Geruch, Bewegung, Berührung zum Teil beim Rauch,
00:27:34: Sichteinschränkung diese Dynamik, Geräusche und das lässt sich nachher
00:27:40: auf so vieles anderes übertragen.
00:27:42: Einfach wenn man, wir zusammen können uns das anschauen, das Pferd darf vorgehen,
00:27:45: das Pferd darf zur Seite gehen.
00:27:47: Das Einzige, was es nicht darf, ist den Menschen umrempeln.
00:27:50: Aber ansonsten kann man auch da den Pferden wirklich viel
00:27:54: Entscheidungen überlassen und erlebt auch mal wieder ganz spannende Dinge.
00:27:57: Zum Beispiel auch wieder rechte, linke Gehirnhälfte.
00:27:59: Das Pferd geht durch eine Gasse und ah ja, da ist der Effekt, auf den gehe ich zu,
00:28:03: auf den bin ich eben schon zugehörig.
00:28:04: Ah ja, hier ist noch einer, Wo kommt der her, warum was ist?
00:28:10: Und dann merkt man wirklich, und dann geben wir noch Zeit.
00:28:12: Wir haben stehen, denken und denken und denken, das war eben anders.
00:28:17: Ja, okay, dann gehe ich jetzt zwischendurch.
00:28:19: Das ist so herrlich.
00:28:21: Dieser, oh, links ist auch was im Moment.
00:28:22: Das passiert ganz oft und das ist auch mal ganz ganz spannend zu sehen,
00:28:26: wie die Pferde damit umgehen.
00:28:27: Gehen sie dann zum Beispiel einfach weiter nach rechts und gehen einfach an dem
00:28:30: Bekannten vorbei oder gehen sie zum Linken hin, erkunden das oder gucken sie
00:28:34: ihren Menschen hilfesuchend an.
00:28:36: Das passiert auch immer gerne.
00:28:39: Du hast gerade die Bilder angesprochen, die findet man ja sicher auch bei euch auf
00:28:42: Instagram oder auf der Website oder das verlinken wir ja eh immer unbedingt.
00:28:47: Schaut da gerne vorbei.
00:28:48: Also das ist mal was Besonderes.
00:28:54: Wunderbar.
00:28:55: Wir haben schon, glaube ich, einen ganz, ganz großen Rundumschlag gemacht.
00:28:59: Gibt es irgendwas, was ich vergessen habe zu fragen, was ihr noch unbedingt
00:29:02: zum Thema erzählen möchtet?
00:29:05: Das ist eine sehr gute Frage.
00:29:06: Also ich glaube, erzählen kann man irgendwie noch ganz, ganz, ganz vieles.
00:29:10: Ich glaube, dass wir so die wichtigsten Ideen schon mal mitgegeben haben.
00:29:16: Vielleicht eine Sache tatsächlich noch jetzt mal ein bisschen noch mal weniger
00:29:21: Enthusiasmus noch mal kurz Hinweis sozusagen zusätzlich.
00:29:27: Das sind alles ganz, ganz viele tolle Sachen und man kann da super kreativ
00:29:31: werden und sich da auch selber echt ausleben.
00:29:34: Aber eine Sache wäre mir noch bei all dem ein bisschen trotzdem auch den gesunden
00:29:40: Menschenverstand walten lassen.
00:29:42: Also wir sagen, es gibt viele tolle Ideen.
00:29:45: Man sollte aber schon auch einschätzen, ist mein Pferd so weit?
00:29:49: Sind wir so weit?
00:29:50: Kennen wir uns schon lange genug, um das auch wirklich gemeinsam machen zu können
00:29:55: Und ist das in irgendeiner Form eine Gefahr für mich oder das Pferd.
00:29:59: Also das kann bei ganz kleinen Dingen anfangen.
00:30:04: Es gibt viele DIY Ideen mit verschiedenen Futterbehältern, sage ich
00:30:10: mal, die nicht unbedingt Behälter eigentlich für Futter sind.
00:30:14: Und es fängt damit an, dass da beispielsweise häufig Weichmacher drin
00:30:17: enthalten sind, die einfach nicht unbedingt bewusst gesehen werden.
00:30:22: Das ist auch gar keine böse Absicht, aber das wissen einfach viele nicht.
00:30:26: Also dass man vielleicht wirklich für Futter sich überlegt,
00:30:29: welcher Behälter ist da sinnvoll, welcher ist lebensmittelecht im besten Fall.
00:30:34: Und auch eben das, was ich vorhin gesagt habe, vielleicht nicht auf Sand, dass die
00:30:37: Pferde da einfach nicht unabsichtlich dann viel Sand aufnehmen und
00:30:41: nachher Sandkoliken entwickeln.
00:30:43: Das sind eher dann so vermeintliche Kleinigkeiten.
00:30:46: Aber es geht natürlich auch bis hin dazu, dass wir sagen, natürlich das Pferd soll
00:30:50: gerne auch selber Entscheidungen treffen und seine eigene Meinung sagen,
00:30:53: aber sicherlich natürlich in einem maßvollen Rahmen.
00:30:57: Also wir sind jetzt auch nicht dafür, dass die
00:31:01: Pferde alles entscheiden und dann im Zweifelsfall auf die
00:31:03: Straße rennen oder sowas.
00:31:04: Das natürlich auch nicht.
00:31:05: Also bei all dem gerne sich austoben, gerne ganz viel Neues
00:31:10: entdecken, aber natürlich nicht das Gefahrenpotenzial auch außer Acht lassen.
00:31:15: Da muss ich kurz einmal der Spielverderber sein, glaube ich.
00:31:19: Oh nein, das ist super wichtig.
00:31:21: Gut, dass du das sagst.
00:31:22: Ich finde es nämlich auch noch mal ganz spannend, sich bewusst zu machen.
00:31:25: Wir haben jetzt ja ganz viele Beispiele genannt und so ein bisschen wie im
00:31:27: Praxisteil so ganz viele kleine Schlaglichter, aber es ist ja wichtig,
00:31:31: das in ein gutes Gesamtkonzept zu setzen.
00:31:34: Das klingt jetzt vielleicht zu hochtrabend, aber dass der Mensch einen
00:31:37: Rahmen setzt, in dem das Pferd sicher sich bewegen kann, gut leben kann und dann
00:31:42: immer mal wieder dosiert, nicht jeden Tag fünf.
00:31:46: Das kommt jetzt vielleicht sehr gedrängt rüber hier in dem Podcast,
00:31:49: neue Reize setzen.
00:31:51: Und genau wie du gerade gesagt hast, wir entscheiden das, was unser Pferd erlebt.
00:31:56: Wir entscheiden alles, was unser Pferd erlebt oder nicht erlebt.
00:32:00: Und das finde ich so einen schönen Merksatz, den man sich einfach mal immer
00:32:04: wieder bewusst machen kann, wie du es eben gesagt Hast, bei den 22 Stunden ohne uns
00:32:08: oder umgekehrt bei den Entscheidungen im Training, die wir für das Pferd treffen.
00:32:12: Denn natürlich, wir setzen den Rahmen und schauen, welche Mitbestimmung möglich ist
00:32:16: und dosieren das dann eben auch passend.
00:32:19: Also es muss gar nicht unbedingt, wenn man sagt, ich mache einen Ridge mit meinem
00:32:24: Pferd, ist jetzt wirklich in Deutschland noch sehr ungewohnt,
00:32:26: aber dann heißt das nicht, dass man jeden Dienstag oder jeden Dienstag, Mittwoch und
00:32:30: Donnerstag einen neuen Reiz nimmt, sondern dass es auch ganz, ganz kleine
00:32:34: Entscheidungen sind, wie wir gehen den Weg heute mal andersrum oder wir machen mal
00:32:38: was in einer anderen Reihenfolge oder oder.
00:32:41: Also dass man einfach so ein bisschen offen bleibt, sich fragt, wann habe ich
00:32:45: zum letzten Mal was zum ersten Mal gemacht mit meinem Pferd.
00:32:48: Und das ist einfach dieser ganz klassische Alltagstrott, den wir ja alle auch kennen.
00:32:52: Und das geht eben auch für unsere Pferde.
00:32:54: Und der Alltagstrott unserer Pferde, würde ich mal behaupten, ist noch häufig
00:32:59: sehr viel trottiger als unser.
00:33:01: Es ist auch mal so ein schönes Beispiel, wenn man sich vorstellt, wie hoffentlich
00:33:05: nur früher heute nicht mehr so die Pferde zum Beispiel fertig gemacht wurden, wenn
00:33:09: man zur Reitstunde kam oder eben reiten wollte.
00:33:12: Also ob jetzt die Reitbeteiligung oder das eigene Pferd, man geht in den Stall, macht
00:33:15: die Boxentür auf, geht zum Pferd hin, halftert das Pferd auf, möglicherweise hat
00:33:19: es sich sogar noch weggedreht oder gar nicht aufgehört zu fressen oder
00:33:22: was auch immer es gerade getan hat.
00:33:24: Man nimmt das Pferd wirklich im passiven Sinne, man nimmt das Pferd, nimmt es mit,
00:33:28: bindet es an, will, dass es ruhig steht, während man es
00:33:32: putzt, fertig macht, dann reitet man das Pferd genau den Weg, den man will, stellt
00:33:36: es wieder an die gleiche Stelle, bindet es fest, bringt es zurück.
00:33:38: Wenn man sich das jetzt mal vorstellt, klingt richtig übel, aber ich glaube, so
00:33:42: ungefähr haben das fast alle von uns schon erlebt.
00:33:44: Also ich muss zugeben, so war das früher durchaus mal.
00:33:48: Und wenn man sich dann überlegt, an jeder dieser Punkte,
00:33:52: wenn das Pferd etwas anderes gemacht hätte, wäre es direkt als Ungehorsam
00:33:57: genommen worden, zum Beispiel am Anbindebalken, wenn das Pferd sich gedreht
00:34:00: hätte und gewendet, um dir zu zeigen, kratz mich mal hier hinten, warum schreibt
00:34:03: ihr denn nicht ruhig, musst du ruhig stehen bleiben?
00:34:06: Aber es gibt diese Interaktionspunkte nicht und man kann den
00:34:10: gleichen Besuch ganz anders aufziehen.
00:34:11: Also ich mache die Tür auf und gucke erst mal das Pferd an.
00:34:14: Das Pferd guckt mich an und bevor ich dann vielleicht mit dem Hals da losstürme, kann
00:34:18: es sich entscheiden, sogar zu mir zu kommen.
00:34:20: Dann kann ich es begrüßen, kann es schon mal kraulen, in die Augen
00:34:23: gucken, wie ist es heute drauf.
00:34:25: Dann kann ich vielleicht mitnehmen, je nachdem wo man steht, auch sogar
00:34:29: locker am Half da.
00:34:30: Es kann vielleicht sogar sagen, wir gehen zum Putzbad links statt wir stellen uns
00:34:33: rechts in die Sonne, man zeigt die Bürsten und das ist
00:34:36: jetzt ein sehr langes Beispiel.
00:34:37: Ihr könnt euch vorstellen, es gibt tausende von kleinen Interaktionspunkten,
00:34:42: die wir schaffen können.
00:34:43: Und ich glaube, es ist sehr wertvoll, sich mal zu fragen,
00:34:46: welche Entscheidung kann mein Pferd denn aktuell überhaupt treffen, sowohl
00:34:50: in seinem Alltag als auch mit uns.
00:34:55: Ich wollte auch gerade sagen, Carina, das hat nichts mit Spielverderber zu tun.
00:34:58: Ich fand, das war jetzt von euch beiden jeweils nochmal eine wichtige Einordnung,
00:35:01: dass es eben nicht immer auch die Pyrotechnik sein muss und dass man gerade
00:35:05: dann vielleicht sinnvoll strukturiert vorgeht und nicht direkt mit
00:35:08: dem riesen Feuerwerk anfängt.
00:35:11: Also das war nochmal ein guter Hinweis zum Abschluss, dass
00:35:16: man sich ein bisschen trotzdem Gedanken macht und das ja auch kleine Dinge sein
00:35:20: können und man nicht auf einmal das ganze Leben umkrempeln muss.
00:35:24: Wir haben jetzt ziemlich viel über das Buch gesprochen, aber noch nicht einmal,
00:35:27: wie es denn heißt und wo man es findet.
00:35:31: Stimmt, ja, das sollten wir vielleicht dazu sagen.
00:35:33: Also unser Buch heißt tatsächlich mit Haupttitel Enrichment für Pferde.
00:35:37: Das heißt, wenn man Enrichment eingibt, im besten Fall noch Pferde, dahinter
00:35:41: sollte man es schon finden.
00:35:44: Und es ist erschienen bei Müller Rüschlikon.
00:35:47: Das heißt, man kann es natürlich direkt bei Müller Rüschlichorne im Shop kaufen,
00:35:51: dann freut sich in der Regel der Verlag, aber man kann es natürlich auch überall
00:35:55: sonst kaufen, wo es Bücher gibt.
00:35:57: Das ist überall im Buchhandel bestellbar erhältlich und online natürlich auch
00:36:04: Super.
00:36:04: Ich werde es auf jeden Fall auch verlinken, wenn ich die Folge hochlade.
00:36:07: Natürlich wie immer auch zu Britta alle Kontakte, dass ihr euch die Fotos
00:36:12: anschauen könnt vom Pyrotechnik Training.
00:36:15: Dann noch mal die Gibt es noch irgendwas, was jetzt noch ihr loswerden müsst oder
00:36:20: kommen wir zu unseren Abschlussfragen.
00:36:22: Es gibt Abschlussfragen.
00:36:25: Es gibt Abschlussfragen.
00:36:26: Ja, ich glaube tatsächlich, wir haben das Wichtigste gesagt.
00:36:30: Ich glaube, es war super viel Input schon und ich hoffe, dass der eine oder andere
00:36:33: vielleicht auch direkt jetzt Lust hat, was umzusetzen oder natürlich auch sich das
00:36:36: Buch zu kaufen, nochmal zu schauen, was es noch für viele weitere tolle Ideen gibt.
00:36:42: Ich glaube, man hat ein gutes Bild davon bekommen, wie komplex Enrichment ist und
00:36:46: wie einfach es dann trotzdem umzusetzen ist.
00:36:49: Das war doch das perfekte Schlusswort.
00:36:52: Ja, Britta, es gibt Abschlussfragen für jeden unseren Gast.
00:36:56: Die erste ist nämlich, was hilft dir denn im Alltag, um runterzufahren und
00:37:00: wie nimmst du dir deine Auszeiten?
00:37:03: Oh, das ist eine tolle Frage.
00:37:09: Also ich habe da glaube ich mehrere Strategien.
00:37:14: Wir hatten ja am Anfang schon drüber gesprochen.
00:37:15: Es ist sehr, sehr, sehr, sehr viel los ist, wie man dann
00:37:20: auch ein bisschen Selbstfürsorge macht.
00:37:22: Und was bei mir eigentlich immer am besten funktioniert, ist draußen sein.
00:37:27: Also egal, ob man schon draußen ist oder einfach kurz Fenster auf Kopf raushalten
00:37:30: und einmal bewusst das Wetter wahrnehmen.
00:37:33: Also ist es sonnig, dann freue ich mich wie verrückt.
00:37:38: Ist es 3 Grad und Regen, dann freue ich mich wie verrückt, dass
00:37:40: ich wieder rein dar.
00:37:44: Ich glaube, das finde ich echt immer ganz nett.
00:37:46: Es ist gerade hell dunkel und irgendwie das ist was, was mich dann immer
00:37:52: einen Moment ablenkt von allem anderen, weil man sich einmal darauf
00:37:55: konzentriert, was ist gerade.
00:37:58: Das finde ich mega schön.
00:37:59: Das ist im Prinzip die Idee von Achtsamkeit.
00:38:01: Also einmal einen achtsamen Moment genießen.
00:38:04: Das hat glaube ich noch niemand hier gesagt, aber das finde ich mega schön,
00:38:07: dass du das jetzt mal angebracht hast.
00:38:11: Ja, dann würde ich sagen, gehen wir direkt in die zweite unserer drei Fragen und
00:38:15: tatsächlich, wir nehmen mal nicht an einem Montag auf.
00:38:17: Ich kann die Frage also so stellen, wie wir es wollten.
00:38:20: Was war denn das Schöne an deiner letzten Woche?
00:38:23: Das Schöne, Das Schönste wollte ich sagen.
00:38:25: Habe ich das Schöne gesagt? Ich weiß es nicht.
00:38:27: Das Schönste wollte ich sagen.
00:38:29: Das ist auf jeden Fall, Das kann ich verraten.
00:38:33: OK, jetzt wird es komplex.
00:38:35: Also wenn ich das auf den Zeitpunkt der Veröffentlichung des Podcasts beziehe,
00:38:40: dann würde ich sagen, unser Buch erlebt, dass ich mich vor allem auch
00:38:45: richtig darüber gefreut habe.
00:38:47: Das kann ich sogar für diese Woche sagen, dass ich mich riesig darüber gefreut habe,
00:38:50: dass Leute uns schon deshalb schreiben oder uns ansprechen.
00:38:54: Und ich freue mich schon über das Buch.
00:38:56: Ich habe es vorbestellt, oder Toll, dass es jetzt endlich mal ein Buch
00:38:59: dazu gibt, weil es gibt im deutschsprachigen Raum überhaupt gar kein
00:39:03: Buch zu diesem, wie gesagt, im englischsprachigen Raum total bekannten
00:39:06: Thema und das freut mich total.
00:39:09: Also das war wirklich richtig schön zu Ja, das kommt bald und ihr
00:39:13: habt ein Buch geschrieben.
00:39:13: Das ist ja verrückt, so dass man das dann anfassen kann,
00:39:19: dass wir dann auch merken, dass wir nicht nur mit uns darüber
00:39:22: sprechen, was wunderschön ist, aber dass wir damit auch wirklich
00:39:25: Menschen erreichen können.
00:39:26: Das finde ich ganz toll.
00:39:28: Ja, super.
00:39:29: Ich weiß ja auch, wie lange ihr da im Hintergrund schon dran arbeitet, bis
00:39:33: es jetzt wirklich mal rausgekommen ist.
00:39:34: Also das dann wirklich in der Hand zu halten, glaube ich, dass das
00:39:39: ein ganz besonderer Moment ist.
00:39:42: Dann haben wir noch eine letzte Frage für Was ist denn dein Wunsch
00:39:46: für die Pferdewelt?
00:39:47: Was würdest du gerne allen Pferdemenschen mitgeben?
00:39:51: Oh, das ist eine super Frage.
00:39:54: Also die Frage würde ich, glaube ich, jedem gerne mitgeben.
00:39:58: Ich glaube, es würde jedem helfen, sich darüber Gedanken zu machen, wirklich,
00:40:02: also auch für sich selbst und für alle anderen, was wir uns allen wünschen.
00:40:08: Aber wenn jetzt meine inhaltliche Antwort auf die Frage wäre,
00:40:13: dass wir Pferden mehr zuhören.
00:40:16: Also ich stelle das immer gerne als Kontrast zum Pferdeflüstern.
00:40:20: Nichts einflüstern, sondern zuhören und hingucken und dadurch können wir so
00:40:25: so viel lernen und so viel richtig machen.
00:40:30: Das war doch ein wunderbares Schlusswort für diese Folge, würde ich sagen.
00:40:34: Vielen Dank, Britta, dass du da warst und dass ihr beide von dem Buch erzählt habt.
00:40:38: Ich glaube, der eine oder andere hat jetzt bestimmt Lust, da mal reinzulesen.
00:40:42: Also wie gesagt, wie immer alles in den Shownotes.
00:40:44: Wer das Buch jetzt lesen möchte, findet da die Anlaufstelle und danke für eure Zeit.
00:40:52: Danke für die Einladung.
00:40:53: Und wenn irgendjemand eine Frage, einen Wunsch hat oder irgendwas selber
00:40:56: ausprobiert hat, schreibt uns oder verlinkt uns und wir freuen
00:41:00: uns riesig, das zu sehen.
00:41:01: Danke fürs Zuhören bei dieser Folge von Psycholohü.
00:41:04: Wenn sie dir gefallen hat, hinterlass uns doch eine positive Bewertung
00:41:07: und teile die Folge.
00:41:09: Wir freuen uns über Feedback, Themenwünsche und deine
00:41:11: Gedanken zum Thema.
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00:41:23: Alle Links findest du auch in den Shownotes.
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